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Deutschlands oberster Pharmakontrolleur Peter Sawicki wird abgelöst. Der Leiter des pharmakritischen Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) muss seinen Posten zum 31. August räumen. Der Vertrag des 52-jährigen Wissenschaftlers laufe dann aus, teilten Vorstand und Stiftungsrat des Instituts in Berlin mit.
[Bildunterschrift: Pharmakontrolleur Sawicki muss seinen Posten räumen. ]
In ihrer gemeinsamen Erklärung werden die von Sawicki geleistete Aufbauarbeit und die bisherige Ausrichtung des Instituts "positiv" gewürdigt. Die konsequente Fortsetzung dieser inhaltlichen Ausrichtung als unabhängig und kritisch auch in Zukunft wird als "unverzichtbare Notwendigkeit" bezeichnet. Durch die Ablösung Sawickis sollten die Leistungen des Instituts nicht mit Diskussionen um ordnungsgemäße Verwaltungsabläufe belastet weren.
Sawicki sagte gegenüber der dpa, er hätte gerne weitergemacht. Ihm waren Unregelmäßigkeiten bei der Bestellung zweier Dienstwagen vorgeworfen worden. Zeitungen zitierten aus einem Prüfbericht, nach dem es Abrechnungsfehler gegeben haben soll. Er hatte die Vorwürfe zurückgewiesen.
Sawicki war wegen seiner kritischen Einstellung vor allem bei der Pharmaindustrie auf Vorbehalte gestoßen. Die Organisation "Ärzte in sozialer Verantwortung" (IPPNW) sowie SPD, Grüne und Linke hatten davor gewarnt, dass durch die Ablösung Sawickis der Einfluss der Pharmaindustrie wachsen könnte. Seit 2004 untersucht das IQWiG, ob die in Deutschland oft besonders teuren Medikamente nützlich sind. Sonst können sie aus dem Leistungskatalog der Krankenkassen gestrichen werden.
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