Sachsens Ministerpräsident Tillich im Landtag | Bildquelle: dpa

Sondersitzung im sächsischen Landtag "Jeder soll aufstehen"

Stand: 29.02.2016 12:30 Uhr

Heidenau, Bautzen, Clausnitz - Sachsen macht seit Monaten mit fremdenfeindlichen Übergriffen negative Schlagzeilen. Bei einer Sondersitzung des Landtags räumte Ministerpräsident Tillich noch einmal Versäumnisse im Umgang mit dem Rechtsextremismus ein.

Sachsens Ministerpräsident Tillich hat auf einer Sondersitzung des Landtages noch einmal eingeräumt, dass der Rechtsextremismus in Sachsen unterschätzt wurde. Gleichzeitig rief er die Bürger und die Zivilgesellschaft auf, für die demokratischen Werte zu kämpfen. Tillich sagte, jeder solle aufstehen von der Couch, wenn er vom Nachbarn rechtsextreme Sprüche höre.

Danko Handrick, MDR, zur Sondersitzung des sächsischen Landtags
tagesschau24 11:15 Uhr, 29.02.2016

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Am kommenden Freitag will sich die sächsische Landesregierung nun zu einer Kabinettssitzung treffen, um darüber zu beraten, wie zivilgesellschaftliche Organisationen, wie zum Beispiel Opferberatungen, stärker gefördert werden könnten.

Anlass für die Sondersitzung sind die fremdenfeindlichen Vorkommnisse in Clausnitz und Bautzen. In Clausnitz hatte eine pöbelnde Menge versucht, die Ankunft von Flüchtlingen zu blockieren. In Bautzen hatten Gaffer sich beifällig über einen wohl gelegten Brand einer geplanten Asylunterunterkunft geäußert. Einige blockierten die Löscharbeiten.

Sächsischer Landtag befasst sich mit Fremdenfeindlichkeit
tagesschau 14:00 Uhr, 29.02.2016, Gerd Haunert, MDR

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