Kommentar

Nach der Wahl Jetzt müssen Union und SPD liefern

Stand: 27.03.2017 08:11 Uhr

Was für die SPD ein Saarland-Flop ist, ist für die Union ein Erfolg - vor allem dank des Amtsbonusses von Annegret Kramp-Karrenbauer. Doch daraus wird noch lange kein Merkel-Effekt. Nach der Wahl ist vor der Wahl, daher müssen beide Parteien nun liefern.

Ein Kommentar von Bettina Nutz, ARD-Hauptstadtstudio

Nach dem Schulz-Effekt kommt nun der Saarland-Flop - zumindest für die SPD. Dabei ist es kein Wunder: Umfragehelden sind noch lange keine Wahlsieger. "Mister Einhundert Prozent" mag über die SPD wie ein Messias gekommen sein, aber er kann eben nicht übers Wasser gehen. Letzte Zweifel daran dürften vorerst ausgeräumt sein. Und da der frisch gebackene SPD-Kanzlerkandidat vehement Wahlkampf an der Saar gemacht hat, darf er für das Wahlergebnis auch persönlich geradestehen. Die Genossen konnten zwar endlich dem 20-Prozent-Tal entrinnen. Aber für einen Wechsel zu Rot-Rot hat gerade auch Martin Schulz eine rote Karte kassiert.

Nach der Landtagswahl im Saarland
tagesschau 9:00 Uhr, 27.03.2017, Simone Blaß, SR

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Unions-Hype dank AKK

Für die Union kommt nach dem Schulz-Effekt nun der Saarland-Hype. Dank Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer - kurz AKK - und ihrem üppigen Amtsbonus war der erste ordentliche Konter der Union möglich. Anders gesagt: Die Parteifreundin von Angela Merkel hat der Kanzlerin und der CDU-Vorsitzenden eine erste bittere Niederlage zum Auftakt in den Bundestagswahlkampf erspart.

Aber Achtung! Das Saarland-Ergebnis taugt höchstens als erster Hinweis. Etwa darauf, dass man mit echten demokratischen Alternativen und auch mit vielleicht unpopulären Koalitionsmöglichkeiten im Angebot eine hohe Wahlbeteiligung erreicht. Oder dass man so die AfD auf Normalmaß schrumpfen kann.

Noch kein Merkel-Effekt

Darüber hinaus ist im Moment nur so viel klar: Aus dem Schulz-Effekt ist kein Trend geworden - noch nicht. Die SPD muss mit ihrem Kandidaten ein konkretes Programm liefern und sollte damit nicht mehr allzu lange warten. Die Union hat mit einer starken Saarland-Kandidatin Glück gehabt. Der Erfolg von Kramp-Karrenbauer macht aber noch lange keinen Merkel-Effekt.

Die Kanzlerin in Berlin bekommt jetzt eine Atem- und Denkpause - die nicht lange währen darf. Die nächsten Landtagswahlen folgen, in Schleswig-Holstein und in Nordrhein-Westfalen. Diese haben dann deutlich mehr Aussagekraft als der Urnengang im Saarland. Merkel muss dann auch mehr liefern als ein "Sie kennen mich". Das Saarland mag da als Ansporn dienen: Es ist ein Land ohne Wechselstimmung und ohne Zweifel an der Regierungschefin. Kurz: eine ganz andere Ausgangslage als derzeit in der gesamten Republik.

Kommentar: Flop und Hype bei der Saarland-Wahl
B. Nutz, ARD Berlin
26.03.2017 23:50 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 27. März 2017 um 06:29 Uhr

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