Wahlplakate | Bildquelle: dpa

Vorwahlumfrage CDU und SPD auf Augenhöhe

Stand: 16.03.2017 20:30 Uhr

Gut eine Woche vor der Landtagswahl im Saarland liegen CDU und SPD fast gleichauf. Laut ARD-Vorwahlumfrage kann die SPD ordentlich zulegen, während die CDU von Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer an Zustimmung verliert. Schlecht sieht es für Grüne und FDP aus.

Von Ellen Ehni, WDR

Es ist die Landtagswahl im kleinsten Flächenland der Bundesrepublik, mit knapp einer Million Einwohnern. Am 26. März ist es soweit, und diesmal wird die Wahl an der Saar ganz besonders im Fokus stehen: einerseits als Auftakt des Wahljahrs 2017 mit weiteren Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen im Mai und vor allem der Bundestagswahl im September. Andererseits, weil sich auch hier die Frage stellt: Wie wirkt sich der "Schulz-Effekt" aus?

CDU und SPD in Umfragen fast gleich stark
tagesschau24 09:00 Uhr, 17.03.2017, Nils Crauser, SR

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Wenn am Sonntag Landtagswahl im Saarland wäre, käme die CDU nach der aktuellen ARD-Vorwahlumfrage auf 35 Prozent. Das sind drei Punkte weniger im Vergleich zu Mitte Januar, vor der Nominierung von Martin Schulz als SPD-Kanzlerkandidat. Bei der Landtagswahl 2012 erreichte die CDU 35,2 Prozent. Die SPD käme auf 34 Prozent - acht Punkte mehr im Vergleich zu Januar - und würde sich damit sogar deutlich verbessern im Vergleich zu ihrem letzten Wahlergebnis (30,6 Prozent). Die Linkspartei verschlechtert sich um einen Punkt im Vergleich zu Januar auf 13 Prozent - bei der Landtagswahl 2012 kam sie auf 16,1 Prozent.

Sonntagsfrage mit Vergleich zum Wahlergebnis 2012
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Sonntagsfrage mit Vergleich zum Wahlergebnis 2012

Grüne und FDP wären raus, AfD drin

Die Grünen und die FDP wären nicht im Landtag vertreten: Die Grünen landeten bei 4,5 Prozent (-0,5 im Vergleich zu Mitte Januar; 2012: 5,0 Prozent); die FDP erreicht 3 Prozent (-1 im Vergleich zu Mitte Januar; 2012: 1,2 Prozent). Die AfD verliert 2,5 Punkte im Vergleich zu Mitte Januar und landet bei 6,5 Prozent. Die sonstigen Parteien kommen auf 4 Prozent, darunter fallen auch die Piraten. Bei dieser Umfrage handelt es sich ausdrücklich um keine Prognose, sondern um die politische Stimmung in der laufenden Woche.

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SaarlandTrend vom 16. März 2017

Sonntagsfrage

Sonntagsfrage

Saarländer mögen die Große Koalition

Mit diesen Zahlen wäre eine Fortsetzung der Großen Koalition und ein rot-rotes Regierungsbündnis möglich. Ein Bündnis aus CDU und SPD fänden 61 Prozent der wahlberechtigten Saarländer gut oder sehr gut. 37 Prozent fänden ein solches Bündnis weniger gut oder schlecht. Ein Bündnis aus SPD und Linke fänden 36 Prozent der Befragten sehr gut oder gut. 61 Prozent lehnen ein rot-rotes Bündnis dagegen ab.

Koalitionsbewertungen
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Welche Koalition würden Sie bevorzugen?

Wenn die Bürger im Saarland ihre Ministerpräsidentin direkt wählen könnten, würden sich 51 Prozent für Amtsinhaberin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) entscheiden. Das ist immer noch die Mehrheit, aber es sind 9 Punkte weniger im Vergleich zu Mitte Januar. 32 Prozent würden sich für die SPD-Herausforderin Anke Rehlinger (SPD) entscheiden (+9). 7 Prozent würden sich für keine der beiden entscheiden.

Der Bund spielt eher keine Rolle

Die Zufriedenheit mit der bisherigen Landesregierung im Saarland ist auf hohem Niveau: 68 Prozent sind mit der Arbeit der Landesregierung zufrieden bzw. sehr zufrieden; 29 Prozent sind weniger bzw. gar nicht zufrieden. Zum Vergleich: Mit der Arbeit der Bundesregierung waren im DeutschlandTrend Anfang März 44 Prozent zufrieden bzw. sehr zufrieden.

Bundespolitische Themen spielen für die Wahlentscheidung der Saarländer zehn Tage vor der Wahl eine relativ große Rolle: 68 Prozent der Parteianhänger in der Sonntagsfrage geben an, dass die Bundespolitik für ihre Wahlentscheidung bei der Landtagswahl wichtig oder sehr wichtig ist. 27 Prozent sagen, dass die Bundespolitik für sie bei der Wahlentscheidung weniger wichtig ist, 5 Prozent halten sie für gar nicht wichtig.

Untersuchungsanlage

Grundgesamtheit: Wahlberechtigte Bevölkerung im Saarland ab 18 Jahren
Stichprobe: Repräsentative Zufallsauswahl/ Randomstichprobe
Erhebungsverfahren: Telefoninterviews (CATI)***
Erhebungszeitraum: 13. bis 15. März 2017
Fallzahl: 1001 Befragte
Fehlertoleranz: 1,4* bis 3,1** Prozentpunkte
Durchführendes Institut: Infratest dimap

* bei einem Anteilswert von 5 Prozent ** bei einem Anteilswert von 50 Prozent
*** Die Ergebnisse sind auf ganze Prozentwerte gerundet, um falsche Erwartungen an die Präzision zu vermeiden. Denn für alle repräsentativen Befragungen müssen Schwankungsbreiten berücksichtigt werden. Diese betragen im Falle eine Erhebung mit 1000 Befragten bei großen Parteien rund 3 Prozentpunkte, bei kleineren Parteien etwa 1 Punkt. Hinzu kommt, dass der Rundungsfehler für kleine Parteien erheblich ist. Aus diesen Gründen wird deshalb keine Partei unter 3 Prozent in der Sonntagsfrage ausgewiesen.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 16. März 2017 um 22:15 Uhr.

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