Eine Wählerin wirft einen Wahlzettel ein. | Bildquelle: dpa

Landtagswahl Kleines Saarland, großer Test

Stand: 26.03.2017 15:18 Uhr

Es ist die erste Abstimmung im Superwahljahr 2017: Die Saarländer entscheiden über den neuen Landtag und damit über die Frage, ob die CDU an der Regierung bleibt. Der Wahlausgang wird auch zeigen, wie sehr die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Schulz punkten kann.

Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer zeigt sich betont locker, als sie am Morgen ihre Stimme abgibt. Doch die CDU-Politikerin gesteht auch ein: "Die Anspannung wird noch steigen."

Denn bei der Landtagswahl geht es um viel, auch über das Saarland hinaus. Bislang regiert Kramp-Karrenbauer gemeinsam mit der SPD das kleinste Flächenland der Republik. Nach rund 18 Jahren an der Regierung könnten die Christdemokraten um Kramp-Karrenbauer aber die Macht verlieren. Die Meinungsumfragen sagten zuletzt einen knappen Ausgang vorher.

Bei der ersten Landtagswahl des Jahres könnte die Wahlbeteiligung im Vergleich zu 2012 leicht steigen. Bis 14 Uhr gaben laut Landeswahlleiterin 32,6 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimmen ab, wie durch Stichproben in 32 Bezirken ermittelt wurde. Vor fünf Jahren hatten zu diesem Zeitpunkt 31,1 Prozent der Stimmberechtigte gewählt - am Ende lag die Beteiligung bei 61,6 Prozent.

Schwarz-Rot oder Rot-Rot

Auch dank der Entscheidung für Martin Schulz als Kanzlerkandidaten hatte die SPD in den vergangenen Wochen in den Umfragen Boden gutgemacht. "Wir haben zehn Prozentpunkte aufgeholt und das Rennen erst wieder so richtig spannend gemacht", betonte SPD-Spitzenkandidatin Anke Rehlinger bei der Stimmabgabe. Entsprechend siegessicher gab sie sich: "Wir werden vorne liegen."

Sollte die SPD ihr Ziel erreichen, stärkste Kraft zu werden, könnte sie zwischen einer großen Koalition und einem rot-roten Bündnis mit der Linkspartei um Oskar Lafontaine wählen.

Landtagswahlen im Saarland
tagesschau 13:15 Uhr, 26.03.2017, Carolin Dylla, SR

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Ein mögliches Links-Bündnis wäre ein Fingerzeig für den Bund und ein weiterer Rückschlag für Bundeskanzlerin Angela Merkel und ihre Union, die dann nur noch vier Landeschefs stellen würde. Es stehen noch Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen an, bevor im September der Bundestag neu gewählt wird.

Merkel hatte zum Abschluss des Wahlkampfs vor rot-roten und rot-rot-grünen Experimenten gewarnt. Bundesländer mit solchen Koalitionen seien alle zurückgefallen. Kritiker werfen Merkel vor, nicht offensiv genug gegen Schulz Wahlkampf zu machen, zu wenig auf Angriff gehen, zu wenig Engagement zu zeigen.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 26. März 2017 um 13:15 Uhr.

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