Ein Passagier erkundigt sich am Ryanair-Schalter.  | Bildquelle: JOSE COELHO/EPA-EFE/REX/Shutters

Flugausfälle bei Ryanair Zehntausende Reisende müssen umplanen

Stand: 25.07.2018 14:02 Uhr

Der Streik des Kabinenpersonals bei Ryanair sorgt für Chaos bei dem Billigflieger. Hunderte Flüge sind ausgefallen. Besonders betroffen: Reisende auf ihrem Weg von oder nach Spanien und Italien.

Mitten in der Ferienzeit hat Europas größter Billigflieger Ryanair wegen der Streiks des Kabinenpersonals rund 400 Verbindungen ausfallen lassen. Darüber hinaus werden in Italien weitere 80 Flüge gestrichen, sagte ein Sprecher des italienischen Gewerkschaftsbundes CGIL. Betroffen waren auch einige Verbindungen von und nach Deutschland. Die italienische Nachrichtenagentur Ansa berichtete, nicht 80, sondern sogar insgesamt 132 Ryanair-Flüge würden im gesamten Land ausfallen.

Streiks bei Ryanair in Spanien
Morgenmagazin 05:00 Uhr, 26.07.2018, Natalia Bachmayer, ARD Madrid

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Ryanair entschuldigte sich auf Twitter bei den "50.000 Kunden", "deren Flüge am 25. und 26. Juli in Belgien, Spanien und Portugal ausgefallen" seien. Diese Passagiere seien aber alle benachrichtigt sowie rechtzeitig umgebucht oder entschädigt worden, erklärte das Unternehmen.

Das galt allerdings offenbar nicht für die Passagiere mit Flugverbindungen von oder nach Italien. Dort waren Flughäfen wie Pisa in der Toskana oder Bergamo bei Mailand betroffen. Einige Passagiere erfuhren erst am Morgen von den Streichungen.

Passagiere zeigten sich verärgert. "Ich verpasse eine wichtige Beerdigung eines Familienangehörigen in Pisa, weil ich erst heute hier auf dem Flughafen erfahre, dass mein Flug in die italienische Stadt gecancelt wurde", sagte eine empörte Frau am Flughafen in Madrid dem spanischen Fernsehsender RTVE. "Nun sagt man mir, man werde mir innerhalb der nächsten zehn Tage einen Ersatzflug anbieten, ein Unding", schimpfte sie.

Spanien betroffen

Die meisten Ausfälle gab es allerdings in Spanien, wo Ryanair 200 Flüge strich - ein knappes Viertel aller Verbindungen. Allein auf Mallorca fielen wegen des Streiks 72 Flüge aus, darunter zehn der 40 Verbindungen nach Deutschland, wie ein Flughafensprecher sagte.

Vom Streik waren auch Tausende Passagiere von und nach Belgien sowie von und nach Portugal betroffen. Am Brüsseler Flughafen fielen nach Angaben einer Sprecherin 18 von 40 Verbindungen aus, 3500 Passagiere waren betroffen. Etwa 80 Prozent der Ryanair-Flugbegleiter streikten dort, wie ein Sprecher der belgischen Gewerkschaft LBC-NVK sagte.

Ryanair-Chef Michael O‘Leary | Bildquelle: REUTERS
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Ryanair-Chef Michael O'Leary: Der Streik beim Flugkonzern sorgt für Chaos

Passagiere, die mit Ryanair von Belgien nach Deutschland oder anders herum fliegen wollten, waren nicht betroffen. In Deutschland waren am Flughafen Köln/Bonn für heute und morgen je acht Starts und Landungen gestrichen. In Berlin-Schönefeld wurden für die beiden Tage zusammen sieben Verbindungen abgesagt, weitere könnten noch folgen. An anderen Flughäfen wie Memmingen, Nürnberg, Hamburg, Bremen Dortmund oder Weeze hat Ryanair einzelne Flüge nach Spanien und Portugal gecancelt. Keine Flugabsagen gab es zunächst in München, Stuttgart und Frankfurt am Main.

Kommentar: Streiks bei Ryanair - Minimalismus auf Kosten der Mitarbeiter
Silke Hahne, DLF
25.07.2018 19:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. Juli 2018 um 12:00 Uhr.

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