Das  U-Boot "Rahav" liegt im April 2015 im Dock der Werft ThyssenKrupp Marine Systems in Kiel  | Bildquelle: dpa

Bericht für 2015 Deutschland exportiert mehr Waffen

Stand: 20.10.2015 08:53 Uhr

Deutschland liefert mehr Rüstungsgüter ins Ausland. Das geht aus dem Zwischenbericht fürs erste Halbjahr 2015 hervor, über den die Zeitung "Die Welt" vorab berichtet. Ein Grund für die Zunahme: ein U-Boot-Verkauf an Israel.

Deutschland hat im ersten Halbjahr 2015 fast so viele Rüstungsgüter ins Ausland verkauft wie im ganzen Jahr zuvor. Das ist eine wesentliche Erkenntnis aus dem Rüstungsexportbericht für Januar bis Juni 2015. Mit diesem Zwischenbericht will sich das Bundeskabinett morgen beschäftigen. Die Zahlen liegen der Zeitung "Der Welt" bereits vor.

Demnach hat die Regierung zwischen Januar und Juni 2015 Rüstungsausfuhren im Wert von 3,5 Milliarden Euro genehmigt. Davon gingen Güter für 1,67 Milliarden Euro an Drittländer, die weder zur NATO noch zur EU gehören.

Lieferungen nach Syrien und Russland

Auch nach Syrien und Russland wurden Güter geliefert. Laut Bericht waren die aber harmlos. Ein "geschütztes Fahrzeug und Teile dafür für eine UN-Mission" gingen nach Syrien. Russland erhielt "im Wesentlichen zwei eisbrechende Rettungs- und Mehrzweckschiffe für Unfall- und Katastropheneinsätze".

Der Irak bekam eine sogenannte "Ausstattungshilfe der Bundesregierung an die kurdische Regionalregierung" sowie "Schutzausrüstung für die irakische Regierung zur Selbstverteidigung im Rahmen der Terrorbekämpfung".

Weniger Kleinwaffen verkauft

Die Zahl der Lieferungen von Kleinwaffen wie Pistolen und Gewehren sank deutlich. Die Mehrzahl dieser Waffen wurde an EU- oder NATO-Staaten verkauft.

Der größte Posten in der Liste der Rüstungsexporte ist der Verkauf eines U-Bootes nach Israel. Der Vertrag dafür wurde bereits 2003 geschlossen. In der Zusammenfassung des Berichtes heißt es, dass das U-Boot ein Viertel des Gesamtwertes der Exporte ausmache.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 20. Oktober 2015 um 09:00 Uhr.

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