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Neuer Chef der Bundespolizei

Friedrich-Vertrauter auf der Suche nach Vertrauen

"Wir brauchen bei der Bundespolizei jetzt ein starkes Team, auf das ich mich verlassen kann. Mit Dieter Romann und seinen Stellvertretern schlage ich vorausschauende Führungspersönlichkeiten bei der Bundespolizei vor." Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich ist von den Führungsqualitäten und der Fachkompetenz des 50-Jährigen Romann überzeugt - und machte ihn überraschend zum neuen Chef der Bundespolizei.

Seit 20 Jahren im Bundesinnenministerium

Dieter Romann
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Karrierebewusst und zielstrebig: Dieter Romann.

Bei den 41.000 Mitarbeitern sowie den Polizeigewerkschaften löst die Personalentscheidung Kopfschütteln aus. Romann wird es daher nicht leicht haben, das Vertrauen seiner Mitarbeiter zu gewinnen. Er ist seit 20 Jahren im Bundesinnenministerium tätig, so könnte seine Berufung zum Polizeichef auch dem Ziel dienen, die größte deutsche Sicherheitsbehörde stärker an Friedrichs Haus zu binden. Auch dieser Umstand dürfte seinen Start als Chef der Bundespolizei kaum leichter machen.

Das Innenministerium preist den Spitzenbeamten als "ausgewiesenen Fachmann für Polizeieinsätze". Schließlich hat Romann als Abteilungsleiter für Ausländerterrorismus und -extremismus den Einsatz gegen salafistische Gruppierungen koordiniert. Zuletzt führte Romann die Fachaufsicht über das Bundeskriminalamt und den Bundesverfassungsschutz in den Bereichen islamischer Terrorismus und Salafismus.

Immerhin hatte Romann zwischenzeitlich auch einen Führungsposten in der Bundespolizei bekleidet: Im Jahr 2005, in dem der damalige Bundesgrenzschutz zur heutigen Bundespolizei wurde, übernahm er dort die Leitung des Referats für Polizeiliche Grundsatz- und Einsatzangelegenheiten.

Verfassungsschutz und Bundespolizei haben ihre neuen Präsidenten
F. Aischmann, ARD Berlin
01.08.2012 12:19 Uhr

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Karrierebewusst und zielstrebig

Der promovierte Jurist stammt aus Ahrweiler in Rheinland-Pfalz. Er hat in Bonn studiert und in Köln sein Erstes Staatsexamen abgelegt. Er gilt als karrierebewusst und zielstrebig. Nicht auszuschließen ist, dass er sich auch mit der ein oder anderen Reform in seiner Mammutbehörde profilieren will - auch wenn die Bundespolizei bei den Ermittlungen zur rechtsextremen Morderie kaum eine Rolle spielte. Wegen der vielen Pannen, die den Sicherheitsbehörden bei der Verfolgung der Täter unterliefen, gibt es insbesondere beim Verfassungsschutz umfangreiche Veränderungen.

Ein Berg von Problemen wartet auf jeden Fall auf den "Neuen": In der Nachfolgeorganisation des Bundesgrenzschutzes haben viele der 41.000 Beschäftigten ihre Rolle noch nicht gefunden. Die von Friedrichs Vorgängern geplante Fusion mit dem Bundeskriminalamt ist abgeblasen worden. Nun wird von Romann ein schlüssiges Konzept für die Bundespolizei erwartet.

Stand: 01.08.2012 09:07 Uhr

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