Rock am Ring | Bildquelle: dpa

Entwarnung nach Terroralarm "Rock am Ring" geht weiter

Stand: 03.06.2017 17:45 Uhr

Erleichterung am Nürburgring. Nach der Terrorwarnung am Freitagabend geht "Rock am Ring" seit dem Mittag doch weiter. Die Durchsuchungen hätten die Verdachtsmomente nicht erhärtet, teilte Verantstalter Lieberberg mit.

Das Musikfestival "Rock am Ring" ist am Mittag fortgesetzt worden. Veranstalter Marek Lieberberg hatte zuvor auf der Festival-Website geschrieben: "Das ist die Nachricht, auf die alle Rock am Ring Fans warten. Nach intensiven Durchsuchungen des gesamten Festivalgeländes haben sich die Verdachtsmomente für eine akute Gefährdungslage nicht erhärtet."

Die Polizei habe "grünes Licht für eine Wiederaufnahme der Aufbauarbeiten auf den Bühnen" gegeben, schrieb der Veranstalter weiter. Lieberberg dankte den Besuchern für "unglaublich diszipliniertes Verhalten und die vorbildliche Kooperation".

Nach Terrorwarnung: Entwarnung bei "Rock am Ring"-Festival
tagesthemen 23:05 Uhr , 03.06.2017, Stephan Lenhardt, SWR

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Rammstein spielt nur in Nürnberg

Heute sollen unter anderem die Beatsteaks, die Toten Hosen und die Beginner auftreten. Es werde geprüft, ob ausgefallene Auftritte heute nachgeholt werden können.

Enttäuscht dürften die Rammstein-Fans sein. Aus "organisatorischen Gründen" wird die Band nicht am Nürburgring spielen können, teilte Rammstein mit. "Wir wissen, dass sich viele Fans auf das Konzert gefreut haben, die nun enttäuscht sind! Auch wir hätten gern gespielt", schrieben die Musiker auf ihrem offiziellen Facebook-Account.

Rammstein @RSprachrohr
Leider ist es entgegen anderslautender Gerüchte aufgrund der Festival-Abläufe nicht möglich, die Show bei Rock am Ring heute nachzuholen.

Beim Zwillingsfestival "Rock im Park" werden Rammstein am Sonntagabend spielen.

Viel Lob für die Festivalbesucher

Bei einer gemeinsamen Pressekonferenz lobten auch der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz und die Polizei das besonnene Verhalten der Festivalbesucher nach der Räumungsankündigung.

"In einer solchen Bewertungssituation dürfen wir keine Risiken einbauen", sagte Lewentz. Er verwies auf ähnliche vorsorgliche Absagen, etwa beim Fußball-Länderspiel Deutschland-Niederlande in Hannover im November 2015 und beim Radrennen "Rund um den Finanzplatz Eschborn-Frankfurt" im April 2015. Die Sicherheit der Besucher stehe über allem anderen.

Das Gelände war am Freitagabend geräumt worden. Die Polizei in Koblenz begründete die Unterbrechung mit "konkreten Hinweisen, aufgrund derer eine mögliche terroristische Gefährdung nicht auszuschließen" sei. Zehntausende Besucher mussten das Gelände verlassen. Bei den Durchsuchungen der Bühnenbereiche und der Eventfläche seien keine verdächtigen Gegenstände gefunden worden.

Drei Festgenommene wieder frei

Die Polizei hatte am Freitag drei Personen vorläufig festgenommen. Sie werden den Ermittlern zufolge der hessischen Salafistenszene zugerechnet.

Inzwischen habe sich die Verdachtslage deutlich relativiert. Die Personen seien wieder auf freien Fuß gesetzt worden, die Ermittlungen dauerten aber an. Mindestens eine der Personen verfügte demnach über einen Backstage-Ausweis.

Ein Sprecher des hessischen Innenministeriums machte keine zusätzlichen Angaben. Er verwies auf die Staatsanwaltschaft in Koblenz, die mit dem Fall betraut sind.

Zeltplätze nicht geräumt

Teilnehmer posteten am Freitagabend Videoaufnahmen im Internet. Sie zeigten, wie Scharen von Gästen geordnet den Ausgängen zuströmten. Viele von ihnen sangen "You'll never walk alone".

Die "Rock am Ring"-Besucher konnten die Nacht in ihren Zelten und anderen Quartieren nahe dem Nürburgring an verbringen. Für das Festival waren rund 90.000 Tickets verkauft worden.

Das Sicherheitskonzept war nach dem Terroranschlag auf ein Konzert in Manchester vor anderthalb Wochen noch einmal überprüft worden. Etwa 1200 Polizisten sind im Einsatz.

Das Festival "Rock am Ring"

Seit 1985 gibt es das Festival "Rock am Ring" in der Eifel. Mit kurzer Pause wurde es fast drei Jahrzehnte an der legendären Rennstrecke Nürburgring ausgetragen. 2015 und 2016 rockten die Fans dann am nur rund 30 Kilometer entfernten Flugplatz Mendig. Der Name "Rock am Ring" blieb jedoch. Seit diesem Jahr findet das Festival wieder an seinem angestammten Platz statt.

Die Veranstalter hatten mit Blick auf den Anschlag von Manchester "gründliche Einlasskontrollen und Bodychecks" angekündigt. Taschen und Rucksäcke auf dem eigentlichen Festivalgelände wurden untersagt. Die Veranstalter hatten für die drei Tage bis Sonntag mit rund 90.000 Musikfans gerechnet.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 03. Juni 2017 um 12:00 Uhr.

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