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Konzepte gegen Altersarmut
Abgeordnete kontern von der Leyens Rentenpläne
Eine Gruppe junger Abgeordneter aus Union und FDP hat ein Gegenkonzept zur Zuschussrente von Arbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) vorgelegt.
Ziel der Initiative sei es, die betriebliche und private Altersvorsorge auch für Geringverdiener attraktiver zu machen, heißt es in dem Papier, das tagesschau.de vorliegt. Die 14 Abgeordneten schlagen vor, dass Rentner, die auf Sozialhilfe angewiesen sind, aus ihrer privaten und betrieblichen Altersvorsorge künftig mindestens 100 Euro anrechnungsfrei erhalten können.
Junge Abgeordnete kontern von der Leyens Rentenpläne
tagesschau 17:00 Uhr, 02.10.2012, Oliver Köhr, ARD Berlin
Bisher wird jeder Zusatzanspruch etwa aus der Riester-Rente mit der Grundsicherung im Alter verrechnet. Wer trotz eines sehr kleinen Einkommens privat vorsorgt, hat mitunter davon im Alter keinen Vorteil. Die Höhe der Grundsicherung liegt im Schnitt bei 688 Euro.
Wortführer waren die Unionspolitiker Spahn und Mißfelder
Von der Leyen will eine Zusatzrente einführen, die aus Beitragsgeldern finanziert wird. Die Pläne der Ministerin stießen jedoch auf heftigen Widerstand der FDP und bei Politikern aus den eigenen Reihen. Wortführer waren die Unionspolitiker um Jens Spahn und Philipp Mißfelder (beide CDU), die nun zusammen mit Abgeordneten der FDP das Gegenkonzept erarbeitet haben.
Ihr Ziel sei es zudem, den Renteneintritt flexibler zu gestalten. Weil viele Menschen gegen Ende ihres Erwerbslebens nicht mehr so viel arbeiten könnten, sollen die Hinzuverdienst-Möglichkeiten bei Rentenbezug angehoben werden: Das hieße, dass man früher in Rente gehen und trotzdem beispielsweise in Teilzeit weiter arbeiten könne.
Junge Abgeordnete legen Alternativkonzept zur Zuschussrente vor
K. Lohse, ARD Berlin
02.10.2012 05:49 Uhr
Stand: 02.10.2012 04:21 Uhr
