Ein Seniorentreff in Dresden | Bildquelle: picture-alliance/ ZB

Altersbezüge steigen deutlich Stärkstes Rentenplus seit 23 Jahren

Stand: 21.03.2016 14:11 Uhr

Die Bezüge der rund 20 Millionen Rentner in Deutschland steigen zum 1. Juli so stark wie seit 23 Jahren nicht mehr. Im Westen liegt das Plus bei 4,25 Prozent und im Osten bei 5,95 Prozent, teilte Arbeitsministerin Nahles mit. Der Hauptgrund ist die gute Lohnentwicklung.

Stärkstes Rentenplus seit 23 Jahren: Von Juli an bekommen die rund 20 Millionen Rentner in Deutschland mehr Geld. Wie Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles mitteilte, steigen die Altersbezüge im Westen um 4,25 Prozent, im Osten sogar um 5,95 Prozent. Der Rentenwert im Osten steigt damit auf 94,1 Prozent des Wertes im Westen. Bisher waren es 92,6 Prozent.

Mit einer Rentensteigerung von vier bis fünf Prozent hatte die Deutsche Rentenversicherung bereits im vergangenen Jahr gerechnet. Doch insbesondere im Osten fällt das Plus höher aus als erwartet.

Im vergangenen Jahr waren die Renten im Westen um 2,1 Prozent und im Osten um 2,5 Prozent gestiegen.

Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles verkündet Rentenerhöhungen
tagesschau 20:00 Uhr, 21.03.2016, Peter Dalheimer, ARD Berlin

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Steigen die Löhne, steigen die Renten

Maßgeblich für das Rentenplus ist die gute Lohnentwicklung. Denn die für die Rentenanpassung relevante Lohnsteigerung betrug nach Angaben des Ministeriums knapp 3,8 Prozent im Westen und 5,5 Prozent im Osten.

Hinzu kommt ein Statistikeffekt, der 2015 die Rentenanhebung verringert hatte und nun für ein zusätzliches Plus sorgt. Bezahlt wird die Rentenanhebung aus den Kassen der Rentenversicherung. Der Bundeshaushalt wird nicht belastet.

"Die Rentnerinnen und Rentner profitieren damit unmittelbar von der guten Lage auf dem Arbeitsmarkt, dem Wachstum der Wirtschaft und steigenden Löhnen", sagte Ministerin Nahles. Auswirkung auf den Beitragssatz zur Rentenversicherung habe die Erhöhung nicht. Der bleibe in den kommenden Jahren stabil bei 18,7 Prozent, so die SPD-Politikerin.

Renten steigen zum 1. Juli kräftig an
D. Pepping, ARD Berlin
21.03.2016 15:13 Uhr

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