Bundeskanzlerin Angela Merkel spricht in Wittenberg beim Festakt des 500. Jahrestag des Beginns der Reformation.  | Bildquelle: AFP

Reformationsfeier Merkel fordert mehr Toleranz

Stand: 31.10.2017 19:30 Uhr

Bei den Feierlichkeiten zum 500. Jahrestag der Reformation würdigte Bundeskanzlerin Merkel die Bedeutung der Reformation für die Moderne. Sie betonte die Religionsfreiheit und forderte mehr Toleranz. Die Kirchen riefen zu Mut und Veränderungsbereitschaft auf.

Zur Feier des 500. Reformationsjubiläums hat Bundeskanzlerin Angela Merkel den Wert der Religionsfreiheit für eine moderne und offene Gesellschaft betont. Überall dort, wo die Religionsfreiheit bedroht sei, nehme auch die Gesellschaft Schaden, sagte Merkel beim staatlichen Festakt in Wittenberg.

Zugleich unterstrich sie die Bedeutung von Meinungsvielfalt und Toleranz in Europa. Toleranz sei "die Seele Europas" und "das Grundprinzip jeder offenen Gesellschaft". Die Kanzlerin würdigte die Bedeutung der Reformation, die Martin Luther mit der Veröffentlichung seiner Thesen anstieß. Luther habe einen Stein ins Rollen gebracht, "der sich nicht mehr aufhalten ließ und die Welt für immer veränderte". Die Reformation sei eine treibende Kraft zur Entwicklung des Kontinents gewesen.

Festakt zum 500. Jahrestag der Reformation
tagesschau 20:00 Uhr, 31.10.2017, Susann Reichenbach, MDR

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Aufruf zu Veränderungsbereitschaft

Mit einem Festgottesdienst am historischen Ort von Luthers Thesenanschlag vor genau 500 Jahren hatten die Feiern zum Reformationsjubiläum zuvor ihren Höhepunkt erreicht. Im Beisein von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Merkel rief der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, in der Wittenberger Schlosskirche die Deutschen zu Mut und Veränderungsbereitschaft auf. Das Land brauche eine "neue innere Freiheit", sagte er.

Versöhnung von Protestanten und Katholiken

Die Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland, Ilse Junkermann, überreichte dem Vorsitzenden der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, als ökumenisches Zeichen das Hildesheimer Versöhnungskreuz. In einem gemeinsamen Buß- und Versöhnungsgottesdienst in Hildesheim hatten sich Protestanten und Katholiken im März von jahrhundertelangen Anfeindungen distanziert.

EKD-Reformationsbotschafterin Margot Käßmann hatte am Vormittag dazu aufgerufen, sich stärker und offen zum Glauben zu bekennen. "Wir sollten uns ermutigt fühlen, damit nicht hinter dem Berg zu halten, so sehr andere uns auch belächeln oder gar beleidigen mögen dafür."

Festakt zum 500. Jahrestag der Reformation
tagesthemen 23:15 Uhr, 31.10.2017, Matthias Koch, MDR

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Feierlichkeiten verliefen friedlich

Käßmann würdigte auch, dass das 500. Reformationsjubiläum im zurückliegenden Jahr mit Christen aus Tansania, Brasilien, Korea, den Philippinen, Mexiko, den USA und aus ganz Europa gefeiert worden sei. In einer Zeit, in der "rückwärtsgewandte Nationalisten" neue Grenzen setzen wollten, sei dies "ein ganz besonderes, ein sehr klares Signal".

In ganz Deutschland gedachten Vertreter von Kirche und Staat in Gottesdiensten und Veranstaltungen des Beginns der Reformation. Bei den Gottesdiensten herrschte großer Andrang. Die Feierlichkeiten in Wittenberg verliefen aus Sicht der Polizei ohne größere Zwischenfälle. Mehrere tausend Besucher seien in die Lutherstadt gekommen, die "absolut friedlich" gefeiert hätten, sagte ein Sprecher.

#kurzerklärt: Der Reformationstag
tagesschau 09:45 Uhr, 31.10.2017, Bernd Wode, ARD-aktuell

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Einmaliger bundesweiter Feiertag

Luthers überlieferter Thesenanschlag gilt heute als zentraler Ausgangspunkt der weltweiten Reformationsbewegung, die zur Spaltung in evangelische und katholische Kirche führte. Zum 500. Reformationsjubiläum hatten Kirche, Staat und Gesellschaft seit einem Jahr mit vielen Veranstaltungen an die von der Reformation ausgelösten Umbrüche erinnert. Der 31. Oktober ist in diesem Jahr einmalig ein bundesweiter Feiertag.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 31. Oktober 2017 um 18:00 Uhr.

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