Polizisten der Antiterroreinheit GSG 9 (Archivbild) | Bildquelle: picture alliance / dpa

In drei Bundesländern Razzia gegen mutmaßliche Reichsbürger

Stand: 08.04.2018 15:13 Uhr

Die Polizei hat in Berlin, Brandenburg und Thüringen die Wohnungen von acht Personen durchsucht, die offenbar der Reichsbürgerszene angehören. Sie sollen eine rechtsterroristische Vereinigung gegründet haben.

Wegen des Verdachts der Gründung einer rechtsterroristischen Vereinigung hat die Bundesanwaltschaft die Wohnungen von acht Beschuldigten in Berlin, Brandenburg und Thüringen durchsuchen lassen.

Die Verdächtigen sollen der sogenannten Reichsbürgerszene angehören und sich spätestens im Sommer 2017 zusammengeschlossen haben, wie die Behörde in Karlsruhe mitteilte. Dabei sollen sie "auch in Betracht gezogen haben, nötigenfalls zielgerichtet Menschen zu töten", und sich "zu diesem Zweck bereits Waffen beschafft haben".

GSG 9 im Einsatz

Festnahmen erfolgten den Karlsruher Angaben zufolge zunächst nicht. Die Razzia diente demnach dazu, die bestehenden Verdachtsmomente zu untermauern. Insbesondere solle "geklärt werden, ob die Beschuldigten tatsächlich über Waffen verfügen". Daher seien auch die Spezialeinheit GSG 9 und das mobile Einsatzkommando des Bundeskriminalamtes eingesetzt worden.

Die Beschuldigten sollen sich laut Bundesanwaltschaft mit dem deutschen Kaiserreich von 1871 bis 1918 identifizieren und die staatliche Ordnung der Bundesrepublik ablehnen. Ihr Ziel soll demnach sein, "die bundesrepublikanische Ordnung durch eine an die organisatorische Struktur des deutschen Kaiserreichs angelehnte, neue staatliche Ordnung zu ersetzen".

Razzia gegen Reichsbürger
Michael Götschenberg, ARD Berlin
08.04.2018 18:22 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 08. April 2018 um 15:00 Uhr.

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