Razzia gegen Schleuser in Berlin  | Bildquelle: dpa

Bundesweite Großrazzia Polnisch-syrische Schleuser im Visier

Stand: 17.01.2018 11:50 Uhr

Bundesweit läuft seit dem Morgen eine Razzia gegen eine Schleuserbande, die Syrer über Polen nach Deutschland gebracht haben soll. Laut Bundespolizei sind etwa 170 Beamte an den Durchsuchungen beteiligt. Es gab mehrere Festnahmen.

Rund 170 Beamte der Bundespolizei sind am Morgen in mehreren Bundesländern gegen mutmaßliche Schleuser vorgegangen. Schwerpunkt der Durchsuchungen sei Berlin, teilte die Bundespolizeidirektion Pirna mit. Mehrere Verdächtige seien festgenommen worden.

Durchsuchungen in sieben Bundesländern

Nach Informationen des MDR geht es um einen polnisch-syrischen Familienverband, der gewerbsmäßig vor allem Menschen aus Syrien über Polen nach Deutschland eingeschleust haben soll. Dem Sender zufolge wurden in Berlin zwei Haftbefehle vollstreckt und acht Objekte durchsucht. Weitere Durchsuchungen gab es demnach in Nordrhein-Westfalen, im Saarland, in Sachsen-Anhalt, Niedersachsen, Baden-Württemberg und Bayern sowie in Polen. Es seien etwa Handys und elektronische Speichermedien sowie "erhebliche Vermögenswerte" der Beschuldigten in Deutschland und Polen sichergestellt worden.

Falsche Touristenvisa für Flug nach Polen

Die Schleuser sollen unter falschen Angaben Touristenvisa für die Einreise von Syrien nach Polen besorgt haben. Von dort aus seien die eingeschleusten Syrer nach Deutschland gebracht worden.

Über dieses Thema berichtete Deutschlandfunk am 17. Januar 2018 um 12:00 Uhr.

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