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[Bildunterschrift: "Apollo 11"-Astronaut Aldrin beim Verlassen der Mondfähre "Eagle" am 29. Juli 1969. ]
Kurz vor dem 40. Jahrestag der ersten Mondlandung verlangen Politiker von Linken und Grünen den Ausstieg aus der bemannten Raumfahrt. "Die exorbitanten Kosten stehen in keinem Verhältnis zum wissenschaftlichen Erkenntnisgewinn", schreibt die forschungspolitische Sprecherin der Linksfraktion im Bundestag, Petra Sitte, in einem Beitrag für die Wochenendausgabe der "tageszeitung".
Auch der Grünen-Politiker Peter Hettlich, in der Bundestagsfraktion für Raumfahrt zuständig, sprach sich dafür aus, keine Astronauten mehr ins All zu schicken. "Die bemannte Raumfahrt in ihrer jetzigen Form ist eine hoffnungslose Sackgasse, die Zukunft gehört unbemannten Missionen", schreibt er in der "taz". Die wichtigste Erkenntnis, die man seit der Mondlandung gewonnen habe, sei, dass solche Missionen dem technologischen Fortschritt wenig dienten.
Die internationale Raumstation ISS, an der auch Deutschland beteiligt ist, nannte Hettlich ein "Fass ohne Boden mit zu geringem wissenschaftlichen Output".
Petra Sitte von der Linkspartei warf der Bundesregierung vor, sie wolle sich mit ihren Investitionen in Raumfahrttechnologie als Weltraummacht behaupten und "nicht nur in der interplanetaren Kreisliga spielen".
[Bildunterschrift: Astronauten an Bord der ISS, an der auch Deutschland beteiligt ist. (Archivbild vom März 2008) ]
Dagegen mahnte der Chef des europäischen Luftfahrt- und Rüstungskonzerns EADS, Louis Gallois, die Europäer zu größeren Anstrengungen in der Raumfahrt. In einem Gastbeitrag auf "Spiegel-Online" schrieb er, im Vergleich zu den USA, Russland, China und Indien gäben die Europäer zu wenig Geld für die Raumfahrt aus.
"Der Abstand wächst immer weiter", schreibt der Konzernchef. Konkret forderte Gallois eine neue Trägerrakete Ariane-6. Außerdem sprach sich Gallois für bemannte Raumfahrtmissionen unter europäischer Regie aus. "Haben wir den Mut, dieses größte aller Abenteuer zu wagen? Oder lassen wir uns von anderen abhängen?", fragte der Manager.
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