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Kritik an Olympia-Protestverbot wird heftiger (08.04.08)
Kritik an Olympia-Protestverbot für Sportler

"Sportler nicht wie in einer Hilfsschule behandeln"

Chinesische Flagge vor olympischen Ringen (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Die Unruhen in Tibet haben eine Debatte über den Boykott der Olympischen Spiele in Peking ausgelöst. ]
Die Stimmen für eine Lockerung des Protestverbots für deutsche Sportler bei den Olympischen Spielen in Peking mehren sich. Der Ehrenpräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Manfred von Richthofen, plädierte dafür, dass Sportler ihre Solidarität mit Tibet offen zeigen dürfen. In einer Demokratie groß gewordenen Sportlern könnten nicht Vorschriften "wie in einer Hilfsschule" gemacht werden.

Der Vorsitzende des Bundestags-Sportausschusses, Peter Danckert, rief das Internationale Olympische Komitee (IOC) auf, die politischen Ereignisse in China nicht unkommentiert zu lassen. "Olympische Spiele in einem politikfreien Raum waren immer eine Illusion", sagte Danckert. Vom DOSB forderte er klare Regeln für die Sportler, zu welchen Anlässen und in welcher Form sie ihre Meinung äußern dürften, ohne dafür bestraft zu werden.

Derzeit verbietet das IOC den Sportlern, ihre Meinung zu äußern. Auch DOSB-Präsident Thomas Bach hatte "politisch neutrale" Spiele eingefordert. Seinen Angaben zufolge steht es aber jedem Sportler frei, sich vor, während und nach den Spielen politisch zu äußern. Nur ein Protest sei verboten.

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Stand: 08.04.2008 12:55 Uhr
 

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