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"Mut zum Frieden" - das sei für sie die weihnachtliche Botschaft, sagte die Vorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, in Hannover. "Wir brauchen Menschen, die ein mutiges Friedenszeugnis in der Welt abgeben, gegen Gewalt und Krieg aufbegehren."
Käßmann setzte sich für mehr soziale Gerechtigkeit, weniger Egoismus, entschlossenes Handeln für den Klimaschutz und in Zeitungsinterviews auch für einen Rückzug der deutschen Soldaten aus Afghanistan ein. Die Entwicklung dort habe gezeigt, dass Waffen offensichtlich keinen Frieden schaffen. Die oberste Repräsentantin der Evangelischen Kirche forderte "mehr Fantasie für den Frieden, für ganz andere Formen, Konflikte zu bewältigen".
Käßmann erinnerte auch an den Selbstmord von Fußball-Nationaltorwart Robert Enke. Sein Zögern, seine schweren Depressionen öffentlich zu machen, stehe stellvertretend für die Ängste vieler. Diese Atmosphäre der Gnadenlosigkeit sei unmenschlich, sagte Hannovers Landesbischöfin. Trotz aller Sorgen und Nöte sollten sich die Menschen auf Weihnachten freuen, denn es bestehe dennoch Grund zur Hoffnung.
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