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Praxisgebühr

Milliardenplus bei Krankenkassen

Merkel prüft Ende der Praxisgebühr

10 Euro Praxisgebühr
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Viele Versicherte schimpfen über die Gebühr, Praxen beschweren sich über den bürokratischen Aufwand.

Bundeskanzlerin Angela Merkel ist von ihrem strikten Nein gegen eine Abschaffung der Praxisgebühr abgerückt. Regierungssprecher Steffen Seibert sagte, die Kanzlerin denke intensiv über die Argumente nach, die für oder gegen die Gebühr vorgebracht würden. Merkel betrachte "das Gesamtbild, das sich jetzt im Gesundheitsfonds und auch bei den gesetzlichen Krankenkassen bietet".

In den vergangenen Monaten hatte Merkel dagegen wiederholt erklären lassen, dass die Praxisgebühr aus ihrer Sicht nicht zur Disposition stehe. Die FDP will die Zahlung hingegen schon länger abschaffen. Gestern war bekannt geworden, dass Krankenkassen und Gesundheitsfonds trotz steigender Arzneimittel- und Behandlungskosten in diesem Jahr ein Milliardenplus einfahren werden. Der Grund dafür ist vor allem die relativ gute Lage am Arbeitsmarkt.

Erste Krankenkassen kündigten angesichts der guten Finanzlage an, ihren Mitgliedern Prämien zu zahlen. Mitglieder der Techniker Krankenkasse erhalten im kommenden Jahr 80 Euro. Dies beschloss der Verwaltungsrat. Jedes TK-Mitglied, das vom Mai bis Dezember 2013 Beiträge zahlt, erhält demnach die Prämie. Für kürzere Mitgliedschaften gibt es eine anteilige Erstattung. Wer mit den Beiträgen im Rückstand ist, bekommt jedoch kein Geld. Zudem sollen Versicherte, die etwa an Früherkennungs- und Vorsorgeuntersuchungen teilnehmen, Praxisgebühren im Umfang von bis zu 60 Euro zurück bekommen. Auch die KKH Allianz hatte angekündigt, die Praxisgebühr ab 2013 zurückzuzahlen.

Techniker Krankenkasse will Versicherten Prämien zahlen
tagesschau 14:00 Uhr, 18.09.2012, Norbert Carius, ARD Berlin

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Die Hanseatische Krankenkasse (HEK) wird ihren Jahresüberschuss nach eigenen Angaben in nahezu voller Höhe an ihre 293.000 Mitglieder ausschütten. Der Verwaltungsrat beschloss eine Zahlung von 75 Euro am 1. Mai 2013. Acht meist kleinere Kassen schütten bereits Prämien von 30 bis 72 Euro pro Jahr aus. Kritik an den Prämien kam von der Barmer GEK: "Davon halten wir sehr wenig, wir investieren in den Ausbau der Leistungen."

Die Reserven der einzelnen Kassen steigen laut GKV-Schätzerkreis bis Jahresende voraussichtlich um 3,9 Milliarden Euro. Sie lagen im Sommer bei 12,8 Milliarden Euro. Hinzu kommt ein erwartetes Polster des Gesundheitsfonds von 12,7 Milliarden Euro.

Stand: 12.10.2012 13:58 Uhr

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