Der Weihnachtsmarkt in der Potsdamer Innenstadt ist mit einem Band abgesperrt. | Bildquelle: dpa

Innenstadt von Potsdam Paket entschärft, Staatsschutz ermittelt

Stand: 01.12.2017 19:24 Uhr

Das in der Nähe des Potsdamer Weihnachtsmarkts gefundene verdächtige Paket ist entschärft worden. Laut Polizei beinhaltete es einen Gegenstand mit Kabeln, Batterien und Nägeln - und einen "Polenböller". Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen.

Nahe einem Weihnachtsmarkt in der Innenstadt von Potsdam ist ein verdächtiges Paket entschärft worden - möglicherweise mit einem Spreng- oder Brandsatz. Der betroffene Bereich - darunter der Weihnachtsmarkt und zahlreiche Geschäfte - wurde evakuiert. Medien berichteten von einem Knall. Die Polizei sucht nach weiteren Paketen - ein Sprecher sagte aber, es bestehe keine Gefahr mehr.

Die Hintergründe sind noch unklar. Nach Angaben von Brandenburgs Innenminister Karl-Heinz Schröter befanden sich in dem Paket Hunderte Nägel und ein "Polenböller" - es sei aber kein Zünder gefunden worden. Es sei zu früh, von einem versuchten Anschlag auf den Weihnachtsmarkt zu sprechen.

Das Paket war am Nachmittag laut einem Bericht der "Potsdamer Neuesten Nachrichten" (PNN) von einem Boten in einer Apotheke abgegeben worden. Der Apothekeninhaber sagte den PNN, beim Auspacken habe man gemerkt, "dass da so komische Drähte herausguckten". Daraufhin sei das Paket sofort aus der Apotheke getragen worden und man habe die Polizei informiert.

Verdächtiges Paket in Potsdam entschärft
nachtmagazin 01:15 Uhr, 02.12.2017, André Kartschall, RBB

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Politisches Motiv nicht ausgeschlossen

Der für politische Straftaten zuständige Staatsschutz des Landeskriminalamtes übernahm die Ermittlungen. Hintergrund sei, dass ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen werden könne.

Von einer Terrorlage war nicht die Rede. Die Polizei geht davon aus, dass der Markt am Samstag wieder geöffnet hat.

Sicherheitsvorkehrungen bundesweit verschärft

Anfang der Woche waren in Deutschland zahlreiche Weihnachtsmärkte eröffnet worden. Die Sicherheitsvorkehrungen wurden nach dem Attentat auf einen Berliner Weihnachtsmarkt vor fast einem Jahr bundesweit verschärft. Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Markt an der Berliner Gedächtniskirche gefahren. Er tötete zwölf Menschen und verletzte mehr als 70 Besucher des Weihnachtsmarktes.

In vielen Städten wurden deswegen in diesem Jahr Betonbarrieren aufgestellt. Gleichzeitig appellierten Politiker an die Menschen, sich durch die Terrorbedrohung nicht einschüchtern zu lassen.

Mutmaßlicher Sprengsatz in Potsdam entschärft
Tina Kramhoeller, RBB
01.12.2017 21:42 Uhr

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 01. Dezember 2017 um 19:00 Uhr.

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