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Ramona Pop

Grünen-Politikerin dementiert Plagiatsvorwürfe

Die abgeschriebene Rede der Ramona Pop

Die Fraktionsvorsitzende der Berliner Grünen, Ramona Pop, muss sich nach einer Rede vor dem Berliner Abgeordnetenhaus Plagiatsvorwürfen erwehren. Im Zusammenhang mit dem Misstrauensvotum gegen den Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit hatte sie diverse Formulierungen anderer Politiker benutzt.

Pops Rede wies vor allem Ähnlichkeiten mit einem Wortbeitrag der CDU-Politikerin Julia Klöckner auf. Im Zuge des Misstrauenensvotums gegen den rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck hatte diese 2012 im Landtag ihre Vorbehalte begründet.

Beispiele ähnlicher Zitate
Ramona Pop 2013Julia Klöckner 2012
"Wir haben uns die Entscheidung, diesen Misstrauensantrag einzubringen, nicht leicht gemacht.""Wir haben uns die Entscheidung, den Misstrauensantrag gegen Sie, Herr Ministerpräsident einzubringen, nicht leicht gemacht".
"Wollen Sie ihm einen Blankoscheck auf eine weitere Regierungszeit ausstellen?""Können Sie dem Ministerpräsidenten nach all den Vorgängen blind vertrauen, ihm einen Blankoscheck ausstellen?"
"Bloß weil Sie in der SPD noch nicht geklärt haben, wer auf Klaus Wowereit folgt, glauben Sie, ihn noch als Regierenden stützen zu müssen.""Allein schon weil die Nachfolgefrage nicht geklärt ist, glauben Sie, den Ministerpräsidenten im Amt noch stützen zu müssen"

Rede inhaltlich an Vorbilder angelehnt

Auf die Ähnlichkeiten hatte der CDU-Nachwuchspolitiker Fabian Kuntz aus Rheinland-Pfalz per Twitter aufmerksam gemacht. Auf seiner Webseite listet er weitere Übereinstimmungen auf.

Pop räumte ein, dass in ihre Rede Inhalte oder Anregungen aus vergangenen Debatten eingeflossen seien. Insbesondere habe sie sich von Wortbeiträgen aus dem Misstrauensvotum gegen Wowereits Vorgänger Eberhard Diepgen 2001 inspirieren lassen. Sie gab aber auch zu, dass Anregungen aus den Landtagen von Niedersachsen und Rheinland-Pfalz eingeflossen seien.

Ramona Pop weist Plagiatsvorwürfe zurück
ARD-Morgenmagazin, 15.01.2013, Florian Eckardt, RBB

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Pop: "Es gibt bestimmte Standards"

"Es ist doch klar, dass man sich mal anguckt, was schon mal gesagt wurde", sagte Pop zu den Vorwürfen. Ihre Rede habe sie zudem nicht alleine geschrieben - Mitarbeiter und andere Abgeordnete hätten einiges "zusammengetragen". Plagiatsvorwürfe bestritt sie jedoch. Es gebe bestimmte Standards für solche Reden und Formulierungen, die immer wieder auftauchten.

Die Vorwürfe nannte Pop ein "Ablenkungsmanöver" von CDU und SPD. Klöckner sagte in einer Stellungnahme: "Für die Textteile, die Frau Pop von mir übernommen hat, muss sie keine Honorarforderungen von mir wegen der Urheberschaft befürchten."

Stand: 14.01.2013 18:49 Uhr

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