Andre Poggenburg wurde nach seiner Aschermittwochsrede abgemahnt.  | Bildquelle: AFP

Nach "Kameltreiber"-Rede AfD mahnt Poggenburg ab

Stand: 16.02.2018 15:03 Uhr

Der AfD-Politiker Poggenburg hat in seiner Aschermittwochsrede Türken unter anderem als "Kameltreiber" bezeichnet - und damit viel Empörung geerntet. Jetzt mahnt der AfD-Vorstand den Politiker ab.

Für seine abfälligen Äußerungen über Türken in Deutschland ist der AfD-Politiker André Poggenburg vom Bundesvorstand der Partei abgemahnt worden. Der Vorstand sprach Poggenburg wegen dessen Äußerungen in seiner Aschermittwochsrede eine Abmahnung aus, wie Parteisprecher Christian Lüth mitteilte.

Einstimmiger Beschluss

Der Beschluss sei einstimmig gefallen. Der AfD-Landeschef von Sachsen-Anhalt hatte in einer Rede zum politischen Aschermittwoch die Türkische Gemeinde in Deutschland unter anderem als "Kümmelhändler" und "Kameltreiber" bezeichnet. Die heftige Kritik an seinen abfälligen Äußerungen wies er als "Stimmungsmache" zurück.

Die AfD-Bundessatzung sieht vor, dass der Vorstand eine Abmahnung aussprechen kann, wenn "ein Mitglied gegen die Satzung oder gegen Grundsätze oder die Ordnung der Partei" verstößt. "In der schriftlich zu begründenden Abmahnung ist das Mitglied darauf hinzuweisen, dass das beanstandete Verhalten im Wiederholungsfall oder ein vergleichbares Verhalten weitergehende Ordnungsmaßnahmen nach sich ziehen können", heißt es in der Satzung weiter.

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Februar 2018 um 22:15 Uhr und NDR Info am 16.02.2018 um 15:45 Uhr.

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