Piraten-Chef Schlömer will mehr Personalisierung

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Strategiedebatte in der Piratenpartei

Piraten-Chef Schlömer will Köpfe statt Inhalte

Der Vorsitzende der Piratenpartei, Bernd Schlömer, plädiert für einen radikalen Strategiewechsel. Nach dem schlechten Abschneiden seiner Partei bei der Landtagswahl in Niedersachsen will Schlömer durchsetzen, dass die Partei ihre Kampagne auf ihre Spitzenleute zuschneidet.

"Wir müssen Köpfe zeigen, Menschen zeigen, Sympathieträger", sagte der Parteichef der "Süddeutschen Zeitung". Die Partei könne nicht weiter allein darauf setzen, Themen zu transportieren.

Schlömer übte darüber hinaus harte Kritik am Erscheinungsbild der Piraten: "Die Menschen wissen einfach nicht, wofür die Piratenpartei steht. Und sie verbinden mit der Piratenpartei auch keine Menschen."

Spitzenteam für die Bundestagswahl bis April

Der Parteichef kündigte an, er wolle spätestens im April ein Spitzenteam für die Bundestagswahl präsentieren. Die Kandidaten sollten die Möglichkeit haben, "eigenverantwortlich Position beziehen zu können". Schlömer räumte ein, dass dies ein Bruch mit dem Prinzip der Piraten wäre, wonach allein die Basis über alle politischen Positionen der Partei entscheidet. "Das ist wahr. Aber als Vorsitzender muss ich die Weiterentwicklung der Partei anregen."

Er kündigte zugleich ein schärferes Vorgehen gegen Parteimitglieder an, die sich im Internet sexistisch oder menschenfeindlich äußern: "Das lassen wir uns nicht gefallen."

Bild: Ansichten über die Piraten
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Ansichten über die Piraten, wie sie die Wähler vor der verlorenen Niedersachsen-Wahl geäußert haben.

Stand: 02.02.2013 11:07 Uhr

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