Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.

10.02.2012

ARD-Logo

Suche in tagesschau.de

Hauptnavigation
Multimedia
  • VideoLivestream.EinsExtra Aktuell
    09:00 - 20:00 Uhr
  • VideoLivestream.tagesschau 17:00 Uhr
  • Videotagesschau24.
  • VideoLetzte Sendung.tagesschau 16:00 Uhr
Inhalt
Inland
"Phantom-Panne" ist kein Einzelfall
DNA-Spuren

"Phantom-Panne" ist kein Einzelfall

Die als "Phantom von Heilbronn" in die Kriminalgeschichte eingegangene Polizeipanne war kein Einzelfall. Einem internen Bericht des Bundeskriminalamts (BKA) zufolge gibt es in der DNA-Datenbank der Behörde mindestens sieben weitere Fälle, in denen die DNA-Spuren vermeintlicher Verbrecher tatsächlich von Polizisten stammen, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" berichtet.

Aufbereitung von Spuren für eine DNA-Analyse (Foto: AP) [Bildunterschrift: Aufbereitung von Spuren für eine DNA-Analyse im Rechtsmedizinischen Institut der Universität Bonn. ]
Spezialisten in Bund und Ländern hätten in den vergangenen Monaten insgesamt 74 sogenannte Spur-Spur-Serien überprüft. In diesen Fällen hätten übereinstimmende DNA-Spuren zwar mehrfach sichergestellt, aber keinem Täter zugeordnet werden können. Weitere Prüfungen ergaben dem Bericht zufolge, dass in Bayern, Brandenburg, Hamburg, Sachsen und Hessen Kriminaltechniker und keine Kriminellen ihre DNA auf den untersuchten Gegenständen hinterlassen hatten. Es habe sich "eindeutig bestätigt", notierten die BKA-Experten, dass sich Verunreinigungen von Asservaten und Spuren durch Mitarbeiter "trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nie gänzlich ausschließen lassen".

"Weiteres Dunkelfeld"

Da es sich bei den überprüften DNA-Serien nur um einen kleinen Teil der in der BKA-Datenbank gespeicherten Fälle handele, sei nicht auszuschließen, dass dort "ein weiteres Dunkelfeld von Mitarbeiterkontaminationen besteht".

Nach dem Mord an einer 22-jährigen Polizistin im April 2007 in Heilbronn hatten die Ermittler anhand von DNA-Spuren nach einer Serientäterin gesucht, die es nicht gab. Im März 2009 stellte sich heraus, dass das an 40 verschiedenen Tatorten gefundene DNA-Material von einer Frau stammte, die die zur Spurensicherung eingesetzten Wattestäbchen der Polizei verpackt hatte.

Im April 2009 teilte das BKA als erstes Ergebnis einer umfassenden Untersuchung mit, es gebe ähnliche Fälle. Es zeichne sich ab, dass es weitere Treffer gebe, die auf Kontaminationen von Verbrauchsmaterial zurückzuführen seien, hieß es in einer BKA-Mitteilung. Zu Art und Umfang der Trugspuren könnten noch keine Angaben gemacht werden.

Stand: 06.03.2010 12:32 Uhr
 

© tagesschau.de

tagesschau.de ist für den Inhalt externer Links nicht verantwortlich.

Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW