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Beratungen über Pferdefleisch-Skandal
Markige Worte vor Ministertreffen
Vor einem Treffen der Verbraucherschutzminister aus Bund und Ländern zum Pferdefleisch-Skandal hat Bundesministerin Ilse Aigner die Lebensmittelindustrie vor einer Verharmlosung gewarnt. Sie könne der Industrie "nur raten, diesen Skandal nicht herunterzuspielen und alle Schritte zu unterstützen, die einer schnellen Aufklärung dienen und rasch Transparenz schaffen", sagte die CSU-Ministerin der "Berliner Zeitung".
Vor Aigners Treffen zum Pferdefleisch-Skandal
J. Borchers, ARD Berlin
18.02.2013 07:05 Uhr
Aigner will auf dem Treffen der Minister den Entwurf für einen Nationalen Aktionsplan vorlegen. Das Konzept der CSU-Politikerin sieht unter anderem eine europaweite Herkunftskennzeichnung auch für verarbeitete Fleischprodukte vor. Bislang musste auf den Verpackungen solcher Erzeugnisse nicht angegeben werden, woher die einzelnen Zutaten kommen.
Eine solche Maßnahme hat die Ministerin allerdings 2011 noch kategorisch abgelehnt. Auf der Jahrestagung des Bundes für Lebensmittelrecht und Lebensmittelkunde (BLL) sagte sie: "Ich glaube auch, dass eine exakte Herkunftskennzeichnung im Detail nicht machbar ist. Deshalb meine ich auch nicht, dass es für eine verpflichtende Herkunftskennzeichnung eine echte Möglichkeit gibt."
T. Herden (ARD) über mögliche Konsequenzen aus dem Pferdefleisch-Skandal
tagesschau 12:00 Uhr, 18.02.2013
Darüber hinaus will die Ministerin die Einrichtung eines Frühwarnsystems prüfen lassen, das Warenströme, Preise und Produktionsvolumina kontrolliert. Um die Dimension des Betrugs zu verstehen, müsse man auch die ökonomischen Anreize erkennen können. Lebensmittelexperten kritiseren seit langem, dass Warenströme quer durch Europa den Betrug an Verbrauchern erleichtern, weil so die Herkunft der Ware leichter verschleiert werden kann.
In den Pferdefleisch-Skandal sind europaweit mehr Unternehmen verwickelt als bislang bekannt. Von dem Skandal sind inzwischen auch mehrere deutsche Firmen betroffen. Das Bundesverbraucherministerium bestätigte, dass rund 180.000 verdächtige Lasagne-Packungen nach Deutschland geliefert wurden.
Minister bringen Aktionsplan auf den Weg
tagesschau 14:00 Uhr, 18.02.2013, Robin Lautenbach, ARD Berlin
Stand: 18.02.2013 04:44 Uhr
