Frauke Petry | Bildquelle: REUTERS

Eklat um AfD-Chefin Frauke Petry verzichtet auf Fraktionsmitgliedschaft

Stand: 25.09.2017 11:17 Uhr

Eklat in der Bundespressekonferenz: Die Co-Chefin der AfD, Frauke Petry, hat angekündigt, dass sie der neuen Fraktion ihrer Partei im Bundestag nicht angehören werde. Sie verließ das Podium.

Die Co-Vorsitzende der AfD, Frauke Petry, will der Fraktion ihrer Partei im Bundestag nicht angehören. Sie habe "nach langer Überlegung entschieden", nicht Mitglied der Fraktion zu werden, sagte sie in Berlin und verließ die gemeinsame Pressekonferenz mit den AfD-Spitzenkandidaten Alice Weidel und Alexander Gauland.

Damit sind die innerparteilichen Konflikte in der AfD unmittelbar nach ihrem Wahlerfolg dramatisch eskaliert. Gauland wies jegliche Schuld für die Abkehr von Petry zurück. Zudem glaube er nicht, dass weitere Abgeordnete Petry folgen würden.

Frauke Petry, AfD, zu ihrem Verzicht auf die Fraktionsmitgliedschaft
tagesschau 12.00 Uhr, 25.09.2017

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Ziel: "Konservative Politik im guten Sinne"

Petry sagte zur Begründung ihres Schritts, sie wolle aktiv gestalten und "Realpolitik im guten Sinne einer konservativen Politik machen". Deshalb werde sie "vorerst als fraktionslose Abgeordnete im Bundestag" arbeiten. Ob sie die Gründung einer eigenen Parlamentariergruppe anstrebt, sagte sie nicht. Auch die Frage, ob sie AfD-Chefin bleiben werde, ließ sie unbeantwortet. Sie bat um Verständnis, dass sie sich zunächst nicht weiter erklären werde. Die Öffentlichkeit werde aber in den kommenden Tagen von ihr hören.

Der Co-Vorsitzende Jörg Meuthen hatte Petry zuvor heftig attackiert. Dass sie sich zuletzt in öffentlichen Äußerungen wiederholt von den beiden Spitzenkandidaten distanziert habe, sei "wenig hilfreich" gewesen und "nicht hinnehmbar", sagte er. Er entschuldigte sich für das Verhalten Petrys. "Das ist auch mit uns nicht abgesprochen gewesen", sagte er.

Die AfD hatte am Sonntag 12,6 Prozent der Stimmen erhalten und stellt 94 Abgeordnete. Sie bildet damit die drittgrößte Fraktion im Parlament. Petry konnte in ihrem sächsischen Wahlkreis ein Direktmandat erringen. In Sachsen wurde die AfD die stärkste Kraft. Meuthen ist Vorsitzender der AfD-Landtagsfraktion in Baden-Württemberg. Er hatte nicht für den Bundestag kandidiert.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 25. September 2017 in einer Sondersendung zur Wahl ab 12:00 Uhr.

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