"PeerBlog" geht vom Netz

Nach Hacker-Angriff und Kritik

Aus für "PeerBlog"

Der von Unternehmern finanzierte Unterstützerblog für SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück wird nach nur wenigen Tagen wieder eingestellt. Der "PeerBlog", durch einen Hackerangriff zuletzt ohnehin lahmgelegt, werde vom Netz genommen, teilte der Betreiber, der Düsseldorfer Medienberater Karl-Heinz Steinkühler, auf seiner Internetseite "steinkuehler-com.de "mit.

Begründet wurde das Aus mit "fortwährenden Cyber-Attacken" auf den Server. "Damit bleibt peerblog.de faktisch offline. Wir sehen uns deshalb gezwungen, die Website vom Netz zu nehmen", heißt es wörtlich. Und weiter: "Der peerblog.de ist als normale Website online gegangen. Firewalls gegen unerwünschte Eindringlinge auf CIA-Niveau kamen und kommen für uns nicht in Frage." Daher seien die Inhalte nicht geschützt.

Von Fettnapf zu Fettnapf: der Peer-Blog
nachtmagazin 00:05 Uhr, 08.02.2013, Uli Meerkamm, ARD Berlin

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Dialog "brachial zerstört"

Mit Blick auf die Kritik an der intransparenten Finanzierung des Blogs heißt es bei "steinkuehler-com.de": "Diese Angriffe aus dem Netz waren zusätzlich mit Erpressungsversuchen verbunden, unsere Geschäftsbeziehungen offenzulegen. Darauf werden wir aus grundsätzlichen Erwägungen selbstverständlich nicht eingehen. Jedenfalls ist nun der politische Dialog über und für Peer Steinbrück auf dieser außerparteilichen Plattform brachial zerstört worden."

Vorbild: US-Wahlkampf

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück (Bildquelle: dpa)
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Der "PeerBlog" hat ihm nur Ärger eingebracht: SPD-Kanzklerkandidat Steinbrück. Mit dem Blog will er nichts zu tun haben - außer den Namen.

Steinkühler wollte mit "PeerBlog.de" nach Vorbild des US-Wahlkampfs für Steinbrück bloggen. Laut "Spiegel" haben fünf Unternehmer eine sechsstellige Summe zur Verfügung gestellt. Die Spender waren anonym, was von Grünen, Linkspartei und Anti-Korruptionsgruppen kritisiert wurde. Der Bundestag hatte eine Prüfung angekündigt.

Peer Steinbrück selbst hatte erklärt, dem Blog lediglich seinen Namen gegeben zu haben: "Ich kenne die Investoren nicht." Es handele sich um eine "von der Partei entfernte Initiative". Er sei aber froh über jeden, der ihn unterstütze, betonte Steinbrück.

Stand: 07.02.2013 19:16 Uhr

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