Deutsche "Patriot"-Raketen an der Grenze zu Syrien Bundeswehr setzt Türkei-Mission fort

Stand: 29.01.2014 19:27 Uhr

Die Bundeswehr wird sich ein weiteres Jahr mit bis zu 400 Soldaten am Schutz des NATO-Partners Türkei vor Angriffen aus Syrien beteiligen. Der Bundestag stimmte dem Verbleib von zwei Patriot-Raketenabwehrstaffeln an der türkisch-syrischen Grenze mit großer Mehrheit zu. Die Linke hatte vor der Abstimmung als einzige Fraktion ihre Ablehnung des Einsatzes angekündigt.

Eine Abwehrstaffel mit Patriot-Raketen im südtürkischen Kahramanmaras | Bildquelle: dpa
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Die Bundeswehr ist in Kahramanmaras stationiert, etwa 100 Kilometer Luftlinie von der syrischen Grenze.

Die NATO hatte im Januar 2013 die Patriot-Raketen in der Türkei stationiert. Ankara hatte darum gebeten, nachdem im Grenzgebiet auf türkischer Seite mehrfach Granaten aus Syrien eingeschlagen waren. Dagegen können die Patriots zwar nichts ausrichten. Das syrische Regime verfügt aber auch über Raketen mit einer Reichweite von 700 Kilometern, die einen großen Teil des türkischen Staatsgebiets erreichen könnten. Vor solchen Angriffen sollen die NATO-Abwehrraketen schützen. Der Einsatz ist rein defensiv ausgerichtet.

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