Eurofighter

Über deutschem Luftraum Flugzeug löst Einsatz von Bundeswehrjets aus

Stand: 15.07.2017 14:03 Uhr

Eine ägyptische Passagiermaschine hat am Freitagabend den Einsatz zweier deutscher Kampfjets ausgelöst. Grund war die zeitweise Unterbrechung des Funkkontakts zum Flugzeug. Eingreifen mussten die Abfangjäger aber nicht.

Weil die deutschen Behörden mehr als fünf Minuten lang keinen Funkkontakt zu einem ägpytischen Flugzeug herstellen konnten, wurde am Freitagabend routinemäßig die Luftwaffe alarmiert. Daraufhin stiegen zwei Bundeswehrjets in der Grenzregion von Hessen und Bayern auf, um der Passagiermaschine hinterherzufliegen, die auf dem Weg von Hurghada zum Flughafen Münster/Osnabrück war.

Die Jets, die im bayerischen Neuburg an der Donau gestartet waren, durchbrachen die Schallmauer und lösten laute Knalle aus, die mehr als 100 Kilometer weit zu hören waren. Unter anderem in Aschaffenburg, Würzburg und Umgebung, aber auch Teilen Hessens berichtete die Polizei von Anrufen besorgter Bürger.

Eingreifen war nicht nötig

Es habe sich um ein "Routinemanöver" gehandelt, erklärte ein Sprecher der Luftwaffe. Nötig wurde das Eingreifen der Abfangjäger letztlich nicht - die Besatzung des Fliegers meldete sich via Funk, noch bevor die Jets aufgeschlossen hatten. Sie hatten zuvor vermutlich eine falsche Frequenz eingestellt.

Über dieses Thema berichteten HR 1 am 15. Juli 2017 um 15:00 Uhr.

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