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Pandas für die Hauptstadt Die Bärliner aus China

Stand: 15.06.2017 12:25 Uhr

Es ist ein diplomatischer Akt der besonderen Art: China wird Ende des Monats zwei Pandabären an den Berliner Zoo übergeben. Die Tiere werden derzeit auf den Transport vorbereitet. Wie sie ihre letzten Tage in der Heimat verbringen, hat ARD-Korrespondent Schmidt exklusiv gefilmt.

In China laufen die Vorbereitungen für einen Transport der besonderen Art auf Hochtouren. Denn Ende des Monats wird das lang ersehnte Pandapaar für den Berliner Zoo in der Hauptstadt erwartet. Dann soll eine Frachtmaschine aus China auf dem Flughafen Berlin-Schönefeld landen. An Bord das Pandaweibchen "Meng Meng", was soviel wie "Träumchen" bedeutet. Die korrekte chinesische Aussprache haben Berliner Tierpfleger bereits geübt, sie lautet "Möng Möng". Mitfliegen soll auch das Männchen namens "Jiao Qing", das bedeutet "Schätzchen".

Pandas für den Berliner Zoo
tagesthemen 22:15 Uhr, 15.06.2017, Mario Schmidt, ARD Peking

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Ein Traum und ein Schatz für Berlin

"Träumchen" und "Schätzchen" werden derzeit noch für den Transport fit gemacht. Mit dabei: Tierpfleger Christian Troll vom Berliner Zoo. Er ist noch bis Samstag in Chengdu in Chinas südwestlicher Provinz Sichuan. Dort lernt er die Tiere intensiv kennen, da er sich auch in Zukunft um die beiden Pandas kümmern soll.

Die beiden Pandas werden noch an ihre Transportboxen gewöhnt. Die Kisten wiegen je 550 Kilo, riechen gut nach Bambus und sind mit einer Spezialmatte als Toilettenersatz ausgestattet. Mit Tierpfleger, Tierarzt, Bambus-Snacks und einem Wasservorrat geht es an Bord. Der Pilot werde nicht so steil starten und landen wie üblich, um die Pandas nicht aus der Ruhe zu bringen, sagt Lufthansa-Transportleiter Jörg Bodenröder.

Der Panda-Pfleger Christian Troll. | Bildquelle: AFP
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Ein Pfleger für die Pandas: Christian Troll lernt die Tiere intensiv kennen.

Pandas mögen keinen Stress

Denn Pandas sind anspruchsvolle Tiere, deren Haltung viel Fingerspitzengefühl erfordert. Allein die Fütterung sei eine Herausforderung, urteilen Experten. Ein Panda frisst bis zu 40 Kilogramm Bambus am Tag. Berlin hofft aber, der Herausforderung gewappnet zu sein, denn der Zoo hat bei der Panda-Haltung langjährige Erfahrung. 2012 starb dort mit "Bao Bao" der letzte Vertreter seiner Art in der Hauptstadt. Seit November baut der Zoo für neun Millionen Euro in enger Abstimmung mit China ein neues Panda-Gehege. Die Tiere sollen 15 Jahre lang bleiben, die Leihgebühr beträgt rund eine Million Euro pro Jahr. Das Geld fließt in China in Panda-Schutz und Forschung.

Blick auf das neue Panda-Gehege im Zoologischen Garten von Berlin. | Bildquelle: dpa
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Blick auf das neue Panda-Gehege im Berliner Zoo.

Ein neuer Knut - wohl kaum

Die Neu-Berliner sind übrigens auch jung genug, um Nachwuchs zu zeugen. Allerdings haben sie noch nie zusammen gelebt. Pandas sind Einzelgänger, haben es gern ruhig und bequem - und sind Sex-Muffel. Ein Panda-Weibchen ist nur an rund drei Tagen im Jahr fruchtbar. Wenn "Jiao Qing" dann nicht die Lust überkommt, haben die Berliner Pech. Stimmt die Chemie, darf Berlin den Nachwuchs übrigens aber auch nicht behalten. Sobald das Junge die Mutter nicht mehr braucht, muss es nach China.

Die Panda-Botschafter

Dass Pandas überhaupt nach Berlin kommen, ist sicher auch den guten deutsch-chinesischen Beziehungen zu verdanken. Früher waren Pandas Staatsgeschenke. Heute werden Tiere aus der Nachzucht als Leihgaben an Zoos in anderen Ländern gegeben. Der Stand der Wirtschaftsbeziehungen gilt Beobachtern dabei als nicht ganz unerheblich.

Bundeskanzlerin Angela Merkel hatte 2015 bei einem China-Besuch die Verhandlungen in Gang gebracht. Chinas Botschafter Shi Mingde betonte Ende April in Berlin, die Leihgabe sei eine Geste für die Freundschaft zwischen Deutschland und China: "Pandabären sind Botschafter - manchmal sind sie sogar beliebter als der menschliche Botschafter." Chinas Präsident Xi Jinping, der wegen des G20-Gipfels sowieso in Deutschland weilt, wird die beiden Pandabären Anfang Juli offiziell übergeben.

Eine ausführliche Reportage sehen Sie am Abend in den tagesthemen ab 22:15 Uhr

Mit Material von Mario Schmidt und Axel Dorloff, ARD-Studio Peking und dpa

Über dieses Thema berichteten die tagesthemen am 15. Juni 2017 um 22:15 Uhr.

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