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[Bildunterschrift: Angeklagt wegen Volksverhetzung: NPD-Chef Udo Voigt ]
In Berlin hat der Prozess gegen drei Spitzenfunktionäre der rechtsextremistischen NPD begonnen. Parteichef Udo Voigt, NPD-Sprecher Klaus Beier und der Leiter der Rechtsabteilung, Frank Schwerdt, sind wegen Volksverhetzung und Beleidigung angeklagt. Ihnen droht eine Freiheitsstrafe von bis zu fünf Jahren.
Der NPD-Spitze wird vorgeworfen, zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 einen "WM-Planer" mit rassistischer Tendenz veröffentlicht und damit den dunkelhäutigen Fußballprofi und Ex-Nationalspieler Patrick Owomoyela diskriminiert zu haben.
[Bildunterschrift: Owomoyela hatte bereits 2006 eine einstweilige Verfügung gegen die NPD durchgesetzt. ]
Owomoyela, der als Nebenkläger auftritt, sagte am ersten Verhandlungstag, die rassistischen Vorwürfe hätten ihn verletzt und beschämt. Durch den "WM-Planer" der NPD sei er erstmals persönlich und direkt mit dem Thema Rassismus konfrontiert worden, sagte Owomoyela. "Das war eine Kampagne gegen mich und meine Hautfarbe. Das wollte ich nicht dulden." Im Zuge des Gerichtsverfahrens habe er erneut E-Mails mit rassistischem Inhalt erhalten.
Die Angeklagten verweigerten zum Auftakt des Prozesses die Aussage und stellten einen Antrag auf Einstellung des Verfahrens. Die Verteidiger warfen den Justizbehörden vor, "Politik mit Mitteln des Strafrechts" zu betreiben und die NPD behindern zu wollen. Die Vorwürfe träfen nicht zu.
Die Titelseite des Planers zeigte neben einem Trikot mit der Nummer 25 den Schriftzug "Weiß - Nicht nur eine Trikot-Farbe - Für eine echte Nationalmannschaft". Diese Trikotnummer war damals Owomoyela zugeordnet. Der derzeit bei Borussia Dortmund unter Vertrag stehende Owomoyela tritt in dem Prozess mit Unterstützung des DFB als Nebenkläger auf. Für den 7. April ist ein weiterer Verhandlungstag angesetzt.
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