Veranstaltungen der Friedensbewegung Mehrere Tausend bei Ostermärschen

Stand: 20.04.2014 16:46 Uhr

Ostermarsch in Frankfurt/Oder | Bildquelle: dpa
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Ostermarsch in Frankfurt/Oder

Mehrere Tausend Menschen haben sich erneut an den traditionellen Ostermärschen der Friedensbewegung beteiligt. Die Veranstalter sahen sich bestätigt: "Dies zeigt die stabile Organisationsstruktur der Friedensbewegung, die im ganzen Land in der Lage ist, für Frieden und Abrüstung gegen die Militarisierung nach Innen und Außen Aktionen zu organisieren", sagte der Sprecher des Ostermarschbüros, Willi van Ooyen. Aktionen gab es unter anderem in Köln, Frankfurt/Oder, Mainz und Wiesbaden.

Auch im Ruhrpott wurde demonstriert - allerdings radelnd. Etwa 150 Teilnehmer machten mit beim Ruhr-Ostermarsch von Essen nach Bochum. Mit ihrer Tour wollten sie ein Zeichen gegen Krieg, Atomwaffen und Kernenergie setzen, sagte Joachim Schramm, Sprecher des Organisationskreises Ostermarsch Rhein Ruhr. Zum Auftakt der rollenden Demonstration protestierten die Atomkraft- und Kriegsgegner vor der Konzernzentrale des Energieversorgers RWE gegen die Urananreicherungsanlage in Gronau, an der das Unternehmen Anteile hält.

Ukraine-Konflikt und Abrüstung

Angesichts der aktuellen Ereignisse spielte erneut der Ukraine-Konflikt auf den Ostermärschen eine wichtige Rolle. Auch eine weitere Osterweiterung der NATO wurde abgelehnt. Zentrale Themen sind zudem auch in diesem Jahr Forderungen nach einem Abzug der Bundeswehr aus Auslandseinsätzen sowie nach Abrüstung. Besonders wurde erneut die Ächtung und Abschaffung von Atomwaffen und anderen Massenvernichtungswaffen gefordert. Ein Nein gab es auch zu Landminen und Kampfdrohnen.

Die Ostermärsche für Frieden und Abrüstung finden in diesem Jahr nur mäßigen Zulauf. Am Samstag waren in mehreren Städten einige Tausend Menschen auf die Straße gegangen. In den 1980-er Jahren hatte das atomare Wettrüsten zwischen Ost und West bis zu eine Million Menschen zu den Ostermärschen gelockt.

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