Der evangelische Landesbischof Heinrich Bedford-Strohm (l.) und der katholische Kardinal Reinhard Marx am 16.09.2017 | Bildquelle: dpa

Osterbotschaften der Kirchen Arme nicht ausgrenzen, Freiheit leben

Stand: 01.04.2018 11:25 Uhr

Mehr Engagement für die Schwachen und eine freie Gesellschaft haben die Kirchen in ihren Osterbotschaften angemahnt. Sie riefen dazu auf, Freiheit verantwortlich zu leben und den Menschen Teilhabe zu ermöglichen.

Solidarität und Freiheit sind die zentralen Themen der diesjährigen Osterbotschaften der Kirchen. Der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Heinrich Bedford-Strohm, rief zu mehr gesellschaftlichem Zusammenhalt auf.

In seiner Predigt im Berliner Dom warnte er davor, Arme und Schwache aus der Gesellschaft auszugrenzen. "Bei Armut geht es nicht nur um Geld. Armut ist im Kern fehlende Teilhabe", sagte Bedford-Strohm. Jeder Mensch müsse spüren und erfahren, dass er Teil dieser Gesellschaft sei, "dass er gewollt ist, dass er gebraucht wird, dass er einfach sein darf, dass er eine Würde hat", sagte der bayerische Landesbischof. "Dass alle Menschen in unserer Gesellschaft, auch die schwächsten und verletzlichsten, in diesem Gefühl leben können, das ist die große Aufgabe in Politik und Gesellschaft der nächsten Jahre."

Es sei schlimm, wenn Menschen reduziert würden auf das Erfüllen einer bestimmten Funktion, ohne die sie nichts wert seien, und wenn sie danach beurteilt würden, ob sie gesellschaftlichen Normen entsprächen, sagte Bedford-Strohm. Hier könne man die "Radikalität der Ostererfahrung" gar nicht stark genug betonen.

Bedford-Strohm wirbt für mehr gesellschaftlichen Zusammenhalt
tagesschau 12:20 Uhr, 01.04.2018, Andreas König, RBB

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Kritik an Vorgehen der Essener Tafel

Bedford-Strohm sprach in diesem Zusammenhang auch den zwischenzeitlichen Aufnahmestopp für Ausländer bei der Essener Tafel an. "Was bei der Essener Tafel geschehen ist, beschäftigt uns noch immer", sagte er laut Redetext.

"Wie kann es sein, dass wir in einem der wohlhabendsten Länder der Erde eine Diskussion darüber führen müssen, wer Zugang zu den übrig gebliebenen Lebensmitteln bekommen darf, die bei den Tafeln verteilt werden?" Zwar dürfe niemand das Gefühl der Bedrängnis, das ältere Damen beim Anstehen bei der Essener Tafel hatten, einfach wegwischen. "Dass man Menschen in Not je nach Pass unterschiedlich behandelt, kann aber sicher nicht die Lösung sein", sagte Bedford-Strohm.

Lebensmittel werden in der Ausgabestelle der Essener Tafel einsortiert. | Bildquelle: dpa
galerie

Die Tafel in Essen stand wegen eines vorübergehenden Aufnahmestopps für Ausländer in der Kritik.

Marx: Ostern "Explosion" und "Qualitätssprung"

Der Vorsitzende der katholischen Deutschen Bischofskonferenz, Kardinal Reinhard Marx, rief zur Übernahme von Verantwortung auf. Die biblische Osterbotschaft mache die Menschen frei und eröffne ihnen neue Lebensmöglichkeiten, sagte Marx im Münchner Dom.

Ein friedliches Zusammenleben in einer Kultur der Freiheit sei jedoch kein Selbstläufer. Es brauche viele Menschen, die ihre Freiheit verantwortlich und überzeugend leben. Ostern sei für die Menschen eine "Explosion" und ein "Qualitätssprung" in eine neue Lebenswirklichkeit, sagte der Erzbischof von München und Freising.

Hoffnung auf Miteinander der Religionen und Kulturen

Von der Ostererfahrung gehe die Hoffung aus, dass ein Miteinander auch von Menschen unterschiedlicher Glaubensüberzeugungen und Kulturen gelingen könne. Mit dem österlichen Glauben seien die Menschen wirklich frei, und nicht verdruckst, in sich verklemmt oder voller Misstrauen und Angst.

In der Auferstehung Jesu habe Gott einen "Aufstand gegen alle Mächte des Todes angezettelt, gegen alle Mächte des Hasses, der Gewalt und der Sünde", so der Kardinal. Die Überwindung dieser Mächte durch die Ostererfahrung gehöre zum "Kern der christlichen Identität" und zur christlichen Prägung dieses Landes.

Kardinal Marx ruft in Osterpredigt zu mehr Verantwortung auf
tagesschau 12:20 Uhr, 01.04.2018, Astrid Uhr, BR

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