Nachfolger von Gleicke Christian Hirte wird Ostbeauftragter

Stand: 12.03.2018 11:30 Uhr

Für viele ist die Wiedervereinigung längst Geschichte, aber es gibt nach wie vor Unterschiede zwischen Ost und West. Dafür soll der neue Ostbeauftragte, der Thüringer CDU-Politiker Christian Hirte, sensibilisieren.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Christian Hirte wird Parlamentarischer Staatssekretär und neuer Ostbeauftragter der Bundesregierung. Damit löst er Iris Gleicke ab, die seit 2014 Beauftragte der Bundesregierung für die neuen Bundesländer sowie Beauftragte für Mittelstand und Tourismus war. Die SPD-Politikerin hatte 2017 nicht erneut für den Bundestag kandidiert.

Der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte von der CDU aus dem Wahlkreis 190 Eisenach-Wartburgkreis-Unstrut-Hainich-Kreis II
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Der Bundestagsabgeordnete Christian Hirte von der CDU aus dem Wahlkreis 190 Eisenach-Wartburgkreis-Unstrut-Hainich-Kreis II | Bildrechte: privat

Seit 2008 im Bundestag

Bundeskanzlerin Angela Merkel habe ihm das Amt angetragen, und er habe zugesagt, sagte Hirte im Mitteldeutschen Rundfunk. Der 41-Jährige wird mit der Bildung der Bundesregierung am Mittwoch seine Tätigkeit aufnehmen. Er ist seit 2008 Abgeordneter im Bundestag und wurde im Januar zum stellvertretenden Vorsitzenden der CDU-Bundestagsfraktion gewählt.

Kaum Ostdeutsche im Kabinett

Iris Gleicke
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Hirte folgt auf die SPD-Politikerin Gleicke

Nach der Verteilung der Ministerposten für die Großen Koalition hatten zahlreiche ostdeutsche Politiker kritisiert, der Osten sei in der neuen Regierung unterrepräsentiert. Einzige Bundesministerin aus dem Osten wird Franziska Giffey (SPD), die das Familienressort leiten wird. Die bisherige Bürgermeisterin von Berlin-Neukölln stammt aus Frankfurt an der Oder. Angela Merkel ist die einzige Ostdeutsche aus der Union im Kabinett.

Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 12. März 2018 um 12:00 Uhr.

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