Sturm am Karneval | Bildquelle: dpa

Schwere Böen Sturmtief "Thomas" beendet Straßenkarneval

Stand: 23.02.2017 17:17 Uhr

Sturm am Himmel statt Sturm der Rathäuser: Tief "Thomas" hat Altweiber-Karnevalsfeiern in Düsseldorf vorzeitig beendet. Der Deutsche Wetterdienst warnt in vielen Regionen Deutschlands vor Böen bis Windstärke 10. Auch in Großbritannien stürmt es.

Wegen des aufziehenden Sturms haben die Karnevalisten in Düsseldorf ihr Bühnenprogramm zu Altweiber vorzeitig beendet. Das hätten Feuerwehr, Polizei und Ordnungsamt zusammen mit den Veranstaltern beschlossen. Das Programm vor dem Rathaus endete etwa eine Stunde früher als geplant. Auch ein Bierzelt wurde geräumt. Zuvor waren angesichts der extremen Wetterlage mit Sturm und Regen bereits deutlich weniger Jecken in die tollen Tage gestartet.

Der Deutsche Wetterdienst warnte vor schweren Sturm- und Orkanböen in Nordrhein-Westfalen. Wegen drohender Windgeschwindigkeiten von 100 Stundenkilometern und mehr wurde die Bevölkerung dazu aufgefordert, waldreiche Gebiete zu meiden. Auch die städtischen Friedhöfe und Parks wurden vorzeitig geschlossen.

Lage in Norddeutschland

Auch über den Norden wird "Thomas" hinwegfegen: Laut Wetterdienst werden die ostfriesische Küste und der Harz besonders betroffen sein. Das Hauptwindfeld zieht laut Prognose aus südwestlicher Richtung über Niedersachsen hinweg. In den Hochlagen des Harzes werden dann Orkanböen mit Windgeschwindigkeiten von 150, auf dem Brocken sogar von 180 Kilometern pro Stunde erwartet.

Auch die Mitte Deutschlands betroffen

In Mitteldeutschland werden ebenso Sturmböen erwartet. Derzeit wird geprüft, ob das "Bus-Monument" vor der Dresdner Frauenkirche vorübergehend hingelegt werden muss.

Sturm über Großbritannien

Auch über Großbritannien fegt ein schwerer Sturm hinweg und hat für Chaos an Flughäfen und Bahnhöfen gesorgt. Etwa zehn Prozent der Flüge wurden in London Heathrow annulliert, dem größten Airport des Landes. Vor allem im Großraum London wurden zahlreiche Zugverbindungen gestrichen.

In Nordirland waren zwischenzeitlich bis zu 20.000 Haushalte ohne Strom. Die Behörden warnten, das Unwetter werde mehrere Regionen vom Süden bis zum Norden des Landes heimsuchen. Autofahrer wurden zur Vorsicht aufgerufen. Zudem wurde empfohlen, Fahrten in das Zentrum und den Norden Englands zu verschieben.

Über dieses Thema berichtete die tagesschau am 23. Februar 2017 um 17:00 Uhr.

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