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Die Internet-Kriminalität hat im vergangenen Jahr laut einer Studie von Bundeskriminalamt (BKA) und Branchenverband Bitkom stark zugenommen. Die Kreativität und Flexibilität der Täter scheint keine Grenzen zu kennen, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke. So wurden 2009 in der Polizeilichen Kriminalstatistik rund 207.000 Fälle mit dem Tatmittel Internet registriert - 23 Prozent mehr als 2008.
[Bildunterschrift: Betrug beim Online-Banking richtete im vergangenen Jahr einen durchschnittlichen Schaden von 5000 Euro an. ]
Allein im Bereich des Online-Banking-Betrugs rechnet das BKA nach eigenen Angaben mit einem Schaden von 17 Millionen Euro im Jahr 2010 - im Vergleich zum Vorjahr wäre das ein Plus von 71 Prozent. Bereits 2009 waren die Phishing-Zahlen deutlich gestiegen - um 64 Prozent auf mehr als 2900 Fälle. Kriminelle hoben etwa zwölf Millionen Euro von Konten der Geschädigten ab.
Verbraucher könnten selbst viel für ihren Schutz bei Online-Bankgeschäften tun, erklärten BKA und Bitkom. Immer noch surfe jeder Fünfte ohne Virenschutz, und es gebe weiter Aufklärungsbedarf zum Umgang mit persönlichen Daten, erklärte Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf. Ein Drittel der Computer sei zudem nicht durch eine Firewall geschützt.
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