Bei Razzien wurden mutmaßliche Mitglieder der Terrorgruppe "Oldschool Society" fest genommen (Screenshot).  | Bildquelle: dpa

Urteil Haftstrafen für Oldschool Society-Mitglieder

Stand: 15.03.2017 10:30 Uhr

Das Oberlandesgericht München hat vier Mitglieder der rechtsextremen Oldschool Society zu mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten eine terroristische Vereinigung gebildet haben.

Im Fall der rechtsextremen Oldschool Society hat das Oberlandesgericht München ein Urteil gesprochen. Vier ihrer Mitglieder wurden zu Haftstraften zwischen drei und fünf Jahren verurteilt. Nach elfmonatiger Beweisaufnahme sah es das Gericht als erwiesen an, dass die Angeklagten eine terroristische Vereinigung gebildet haben. Mit dem Strafmaß blieb das Gericht etwas unter der Forderung der Bundesanwaltschaft. Die Verteidiger hatten Freisprüche gefordert.

Die längsten Haftstrafen bekamen die beiden Rädelsführer der Gruppe. Markus W. wurde zu fünf Jahren Haft verurteilt, Anreas H. zu viereinhalb Jahren Haft. Die einzige Frau des Quartetts, Denis G., erhielt eine Haftstrafe von drei Jahren und zehn Monaten, der vierte Angeklagte Olaf O. drei Jahre Haft.

Die drei Männer und die Frau aus Bayern, Sachsen und Nordrhein-Westfalen hatten sich über das Internet zusammengefunden. Das Ziel der Gruppe sollen Anschläge auf Flüchtlinge gewesen sein. Sie hätten damit Ausländer aus Deutschland vertreiben wollen, erklärte der Vorsitzende Richter in der Urteilsbegründung.

Über dieses Thema berichteten am 15. März 2017 tagesschau24 um 10:00 Uhr und Tagesschau um 10:40 Uhr.

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