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Der Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen, Cem Özdemir, hat seiner Partei davon abgeraten, einen eigenen Kanzlerkandidaten für den nächsten Bundestagswahlkampf zu nominieren. "Das Thema stellt sich für uns nicht", so der Grünen-Vorsitzende im ARD-Sommerinterview des "Berichts aus Berlin". Er stehe für eine solche Kandidatur jedenfalls nicht zur Verfügung.
Zur Diskussion um ein neues Verbotsverfahren gegen die NPD sagte Özdemir: Ein neuer Anlauf macht nur dann Sinn, wenn wir uns sicher sind, dass wir gewinnen." Alles andere laufe auf einen Propaganda-Erfolg der NPD hinaus.
Weiter begrüßte Özdemier den Kompromissvorschlag von Schlichter Heiner Geißler zum umstrittenen Bahnhofsprojekt "Stuttgart 21". Die Idee, den überirdischen Kopfbahnhof für den Nahverkehr zu nutzen und den geplanten Tiefbahnhof für den Fernverkehr, hätte "Charme", sagte er. Dies würde kaum neue Planungen erfordern und auf Einsparungen von mehr als einer Milliarde Euro hinauslaufen. Die ablehnende Haltung von Bundesverkehrsminister Ramsauer bezeichnete Özdemir als unverständlich.
"Ich wundere mich etwas darüber, wie der Verkehrsminister mit dem Geld anderer Leute umgeht", sagte er. Ramsauer und die Bahnspitze müssten "sich jetzt bewegen". Ramsauer hatte den Kompromissvorschlag als "uralte Variante" bezeichnet, die schon vor ein paar Jahren verworfen worden sei.
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