Chronologie: Obamas Tag in Berlin

Obama redet am Brandenburger Tor. (Bildquelle: AFP)

Chronologie des Besuchs

Obamas Tag in Berlin

22:00 Uhr: Die Obamas steigen in die Air Force One. Der US-Präsident und seine Familie fliegen zurück in die USA.

17:40 Uhr: Für den Abend steht für Obama noch ein Gala-Dinner in Schloss Charlottenburg mit mehr als 200 geladenen Gästen auf dem Programm.

16:52 Uhr: Wegen eines verdächtigen Gegenstands wird das Sony Center nahe Obamas Hotel geräumt. Kurze Zeit später gibt die Polizei Entwarnung: Der überprüfte Karton sei leer gewesen.

16:30 Uhr: Obama trifft SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück. Beide kommen zu einem Meinungsaustausch in einem Bankgebäude am Pariser Platz zusammen. Nach dem Gespräch sagt Steinbrück, es gebe bei der Einschätzung der Finanzkrise viel Übereinstimmung: Es gehe um eine Doppelstrategie aus Haushaltssanierung und Wachstumsimpulsen.

Treffen zwischen US-Präsident Obama und SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück. (Bildquelle: AP)
galerie

SPD-Kanzlerkandidat Steinbrück mit US-Präsident Obama: "Übertriebenen Informationen"

15:58 Uhr: Obama schließt seine Rede auf Deutsch: "Vielen Dank". Und fügt dann auf Englisch hinzu: "Gottes Segen für Sie."

15:56 Uhr: "Die Regierung steht im Dienst des Volkes und nicht andersherum", betont Obama. "An diese Überzeugung müssen wir uns halten." Er erinnert an Martin Luther King. Dieser habe gesagt: "Die Ungerechtigkeit an irgendeinem Ort ist eine Bedrohung für die Gerechtigkeit an allen Orten."

15:52 Uhr: Obama wirbt für einen engagierten Kampf gegen den Klimawandel. Die USA hätten ihren Anteil an erneuerbaren Energien verdoppelt. "Wir müssen aber mehr tun und wir werden mehr tun." Das gelte auch für andere Länder. Nötig sei ein globaler Pakt, um den Klimawandel aufzuhalten. "Das ist unsere Aufgabe, und wir müssen uns an die Arbeit machen."

15:50 Uhr: Obama spricht sich für eine weitgehende rechtliche Gleichstellung von Homosexuellen aus. Deren Liebe müsse vor dem Gesetz gleichgestellt werden, sagt der US-Präsident.

Obamas Rede vor dem Brandenburger Tor in voller Länge
Sondersendung, 19.06.2013

Download der Videodatei

Wir bieten dieses Video in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Videodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

USA wollen Atom-Sprengköpfe deutlich reduzieren

15:42 Uhr: "Wenn wir nun heute den Blick heben, werden wir feststellen, dass unsere Arbeit noch nicht getan ist", so Obama. "Wir sind Weltbürger und unsere Zukunft ist enger miteinander verknüpft denn je. Solange es Atomwaffen gibt, sind wir nicht sicher." Deshalb würden die Vereinigten Staaten die Zahl ihrer strategischen Atomwaffen um bis zu einem Drittel senken. Die Kürzungen wolle er mit Russland aushandeln, um die Haltung des Kalten Krieges hinter sich zu lassen. Für 2016 lud Obama zu einem Atomwaffengipfel ein.

15:37 Uhr: Selbstgefälligkeit zeichne große Nationen nicht aus, betont der US-Präsident. Der Kampf um Freiheit, Sicherheit und Menschenrechte halte an. Er erinnert an die Rede Kennedys vor 50 Jahren. Das legendäre Zitat: "Ich bin ein Berliner", halle durch die Jahre. Doch Kennedy habe damals noch mehr gesagt. Er habe die Berliner aufgefordert, den Blick zu heben und ihn auf den Frieden der Zukunft zu richten.

Obama redet am Brandenburger Tor (Bildquelle: AFP)
galerie

In seiner Rede kündigt Obama einen Abbau von Atomwaffen an.

15:30 Uhr: "Angela, ich danke Ihnen für Ihre Freundschaft", sagt Obama zum Auftakt seiner Rede. Er erinnert an die gemeinsame Geschichte der USA und Deutschlands und den Fall der Mauer. "Ich bin stolz, dass ich heute auf der Ostseite des Brandenburger Tores stehen und zu Ihnen sprechen darf", so Obama. "Keine Mauer kann dem Drang nach Frieden, Freiheit und Gerechtigkeit standhalten."

15:21 Uhr: Merkel beginnt mit ihrer Rede und heißt Obama nochmals offiziell willkommen. "Das Brandenburger Tor ist für unser Land und mich ganz persönlich das Symbol unserer Freiheit", sagt die Kanzlerin. "Die Überwindung der Teilung dieser Stadt wurde auch deshalb möglich, weil wir uns auf die Vereinigten Staaten von Amerika verlassen konnten." Es gebe keine besseren Partner füreinander als Amerika und Europa. Merkel schließt mit den Worten: "Lieber Barack, ich heiße Dich willkommen bei Freunden."

15:16 Uhr: Wowereit tritt an das Mikrofon: "Herr Präsident, wir heißen Sie als verlässlichen Freund willkommen."

Obama in Berlin. (Bildquelle: AFP)
galerie

Obama, Merkel und Wowereit betreten gemeinsam das Podium.

15:15 Uhr: Obama betritt gemeinsam mit Merkel und Berlins Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit das Podium. Die Zuschauer applaudieren begeistert.

14:40 Uhr: An der Veranstaltung am Brandenburger Tor dürfen nur ausgewählte Gäste teilnehmen. Neben Vertretern von Bundestag, Bundesrat und Bundespräsidialamt sind unter anderem auch mehrere Schulen, Stiftungen und Universitäten eingeladen.

14:33 Uhr: Obama macht sich auf den Weg zum Pariser Platz, um dort seine Rede zu halten.

14:09 Uhr: "Das Internet ist für uns alle Neuland" - das Merkel-Zitat zum Spähprogramm "Prism" sorgt für Spott auf Twitter. Hundertfach wird die Bemerkung aufgegriffen, das Schlagwort "#Neuland" wird zum meistdiskutierten Begriff. "So ähnlich müssen sich die Indianer gefühlt haben, als Kolumbus bei ihnen "Neuland" entdeckte", schreibt eine Twitternutzerin. "Als nächstes überrascht uns Frau Merkel mit der Nachricht, dass die Mauer gefallen ist", ein anderer.

13:58 Uhr: Aus Sorge vor einem Anschlag sind in Berlin bis zu 8000 Polizisten im Einsatz. Es gilt die höchste Sicherheitsstufe 1+. Zahlreiche Straßen und Plätze sind gesperrt.

13:48 Uhr: In Sichtweite des Hotels, in dem Obama untergebracht ist, demonstriert Amnesty International für eine Schließung des Gefangenenlagers Guantanamo. Es beteiligen sich jedoch nur rund 40 Menschen an den Protesten. Für den Nachmittag sind weitere Aktionen anderer Organisationen geplant.

13:31 Uhr: Ende der gemeinsamen Pressekonferenz von Merkel und Obama. Beide ziehen sich zu einem gemeinsamen Mittagessen unter vier Augen zurück. Der nächste offizielle Termin findet um 15 Uhr statt: Dann hält Obama seine mit Spannung erwartete Rede am Brandenburger Tor.

Obama sieht keine Zukunft für Assad

13:23 Uhr: Merkel stellt klar, dass Deutschland keine Waffen nach Syrien liefern wird. Aber auch die Bundesregierung sei der Meinung, dass Assad seine Legitimation verloren habe. Eine Übergangsregierung sei nötig.

13:21 Uhr: "Wir möchten, dass das Blutvergießen in Syrien endet", antwortet Obama auf die Frage nach dem Krieg in Syrien. Über Details zu den geplanten Waffenlieferungen an die Rebellen will Obama nichts sagen. Präsident Assad habe Chaos über das Land gebracht. Obama macht deutlich, dass er keine Zukunft für Assad in seinem Amt sieht: "Er bringt seine eigene Bevölkerung um." Und weiter: "Wir vertreten die Meinung, dass es für ihn nicht möglich ist, Legitimität wiederzuerlangen." Jetzt müsse es Untersuchungen zum Einsatz von Chemiewaffen geben. Das sei einvernehmlich mit Russland beschlossen worden. Die USA seien sicher, dass Chemiewaffen eingesetzt worden seien. Obama betont: Ohne eine andere Regierung in Syrien könne es keinen Frieden geben.

13:13 Uhr: Obama betont, dass er weiterhin das Gefangenenlager Guantanamo schließen will. "Es ist schwieriger, als ich hoffte." Und angesprochen auf die US-Drohnenangriffe sagt Obama: "Es gibt sehr strenge Vorschriften". Er dementiert, dass Drohnenangriffe der USA von Deutschland aus gesteuert werden.

Obama und Merkel (Bildquelle: AFP)
galerie

In ihrer gemeinsamen Pressekonferenz sprechen Merkel und Obama auch über das Spähprogramm "Prism".

Merkel: "Das Internet ist für uns alle Neuland"

13:05 Uhr: Zum Spähprogramm "Prism" sagt Obama, das sei kein Abhörverfahren. "Wir gehen auch nicht einfach ins Internet und lesen E-Mails mit." Es gebe strikte Regeln und Vorschriften für das Vorgehen. Und Ziel sei immer, die Menschen vor Terror zu schützen. Mindestens 50 mögliche Anschläge seien durch diese Praxis vereitelt worden - nicht nur in den USA, sondern auch in Deutschland. Er werde die amerikanischen Nachrichtendienste jedoch anweisen, künftig eng mit den deutschen zusammenzuarbeiten, damit es keine Missverständnisse mehr gebe.

12:55 Uhr: Obama betont, dass die Beziehungen zu Europa "ein Eckstein unserer Politik sind". Deutschland sei innerhalb der EU der wichtigste Handelspartner für die USA.

12:52 Uhr: Sie habe mit Obama auch ausführlich über das US-Spähprogramm "Prism" gesprochen, betont die Kanzlerin. "Das Internet ist für uns alle Neuland", so Merkel. Deutschland schätze die Zusammenarbeit mit den USA in Fragen der Sicherheit. "Ich habe aber auch sehr deutlich gemacht, dass dabei das Thema der Verhältnismäßigkeit wichtig ist." Vor einigen Tagen war eine massive Überwachung von Internet- und Telefondaten durch den US-Geheimdienst NSA ans Licht gekommen.

12:48 Uhr: Es sei ein gutes und sehr offenes Gespräche gewesen, so Merkel. Deutschland werde sich mit voller Kraft für das Zustandekommen des geplanten Freihandelsabkommens mit den USA einsetzen. Die Volkswirtschaften diesseits und jenseits des Atlantiks würden von diesem Abkommen profitieren, zudem sei es ein Bekenntnis zu gemeinsamen Werten.

Merkel und Obama sprechen länger miteinander als geplant

12:45 Uhr: Mit leichter Verspätung beenden Obama und Merkel ihr erstes Gespräch und treten gemeinsam vor die wartenden Journalisten.

11:55 Uhr: Das Bundespresseamt teilt mit, dass anlässlich der Rede Obamas am Brandenburger Tor rund 6000 geladene Gäste erwartet werden.

11:09 Uhr: Obama steigt aus dem Auto und wird von Kanzlerin Merkel begrüßt. Der US-Präsident küsst Merkel auf die Wangen, anschließend winken beide freundlich und verschwinden ins Innere des Kanzleramtes. Für das Gespräch sind 75 Minuten veranschlagt.

Obama und Merkel (Bildquelle: AFP)
galerie

Die Begrüßung zwischen Kanzlerin Merkel und US-Präsident Obama fällt herzlich aus.

Der Tag beginnt entspannt

11:03 Uhr: Das Gespräch mit Gauck ist beendet. Obama macht sich auf den Weg zum Kanzleramt.

10:15 Uhr: Die beiden Staatsoberhäupter ziehen sich zu einem Gespräch ins Arbeitszimmer des Bundespräsidenten zurück. Es soll etwa 45 Minuten dauern.

10:06: Beide Männer posieren Arm in Arm für Erinnerungsfotos.

10:05 Uhr: Obama und Gauck begrüßen Schüler der sechsten Klasse der Berliner John F. Kennedy Schule per Handschlag.

Obama und Gauck werden freudig von Schülern begrüßt. (Bildquelle: dpa)
galerie

Erst Händeschütteln...

Obama und Gauck (Bildquelle: AFP)
galerie

...dann posieren

09:59: Uhr: Michelle Obama verbringt den Tag getrennt von ihrem Mann. Sie besichtigt am Morgen gemeinsam mit ihren Töchtern Sasha und Malia zunächst das Holocaust-Mahnmal in der Nähe der US-Botschaft. Das Stelenfeld wurde nach einem Entwurf des US-Architekten Peter Eisenman errichtet. Danach will sich der Ehemann von Bundeskanzlerin Angela Merkel, Joachim Sauer, der Besuchergruppe aus Washington anschließen. Sauer und Michelle Obama wollen gemeinsam die Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße besuchen.

Michelle Obama (Bildquelle: REUTERS)
galerie

Gemeinsam mit ihren Töchtern besucht Michelle Obama das Holocaust-Mahnmal.

09:59 Uhr: US-Präsident Barack Obama trifft in Schloss Bellevue ein und wird von Bundespräsident Joachim Gauck begrüßt. Obama trägt sich ins Gästebuch ein, anschließend schreiten die beiden Staatsoberhäupter im Park die militärische Ehrenformation ab. Bei hochsommerlichem Wetter und strahlendem Sonnenschein erklingen die Nationalhymnen beider Länder.

Gauck empfängt Obama mit militärischen Ehren

19.06.2013 11:41 Uhr

Download der Audiodatei

Wir bieten dieses Audio in folgenden Formaten zum Download an:

Hinweis: Falls die Audiodatei beim Klicken nicht automatisch gespeichert wird, können Sie mit der rechten Maustaste klicken und "Ziel speichern unter ..." auswählen.

Stand: 19.06.2013 22:22 Uhr

Darstellung: