Obama im ARD-Interview | Bildquelle: ARD-aktuell

Obama im Exklusiv-Interview Lob für Merkel, Ratschlag für Trump

Stand: 17.11.2016 21:11 Uhr

Wahlkampf und Regieren seien unterschiedliche Dinge - diesen Ratschlag gab US-Präsident Obama seinem designierten Nachfolger Trump im Interview mit "Spiegel" und ARD. Vollmundig lobte er Kanzlerin Merkel - und sprach über die dunkelsten Momente seiner Amtszeit.

Auf seinem letztem Deutschlandbesuch als US-Präsident hat Barack Obama dem "Spiegel" und der ARD in Berlin ein Exklusiv-Interview gegeben. Dabei äußerte er sich auch zu seinem designierten Nachfolger Donald Trump, dem er eine kleine Warnung mit auf dem Weg gab. Wahlkampf und Regieren seien unterschiedliche Dinge.

Dies könnte Trump auch bei der Reform der Krankenversicherung realisieren. Möglicherweise werde der Republikaner merken, dass "Obamacare" das beste System sei, dass man sich vorstellen könne. Gleichzeitig signalisierte Obama Unterstützung: "Trump sagt, dass er das Gesundheitssystem verbessern kann. Ich glaube: Wenn er die gleiche Anzahl von Menschen krankenversichern kann - und zwar besser als ich -, dann würde ich dies unterstützen."

Obama im Gespräch mit Klaus Brinkbäumer, "Spiegel", und Sonia Seymour Mikich, WDR
17.11.2016

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Trump nutzte Ängste aus

Gefragt nach dem Erfolg des Populismus in Europa und den USA diagnostizierte Obama eine Entfremdung zwischen Wähler und Politiker. In einigen ländlichen Regionen, insbesondere denen, die von Industriebetrieben abhingen, gebe es viele Probleme. "Die Menschen haben das Gefühl ihren Kindern wird es einmal schlechter gehen als ihnen." Trump sei in der Lage gewesen, einige dieser Ängste auszunutzen.

"Wenn die globale Wirtschaft nicht auf Menschen reagiert, die sich zurückgelassen fühlen, wenn die Ungleichheit weiter wächst, werden wir erleben, dass sich die Spaltungen in den Industrieländern ausweiten", appellierte der US-Präsident.

Bei seinem Weg ins Weiße Haus habe er ganz auf die Graswurzel-Politik gesetzt. Wähler wollten gehört werden, betonte Obama in dem Interview. Bürgerbeteiligung sei wichtig. "Ich glaube, dass alle Politiker sich heute aufmerksamer den Menschen zuwenden müssen, die gehört werden möchten und mehr Kontrolle über ihr Leben wollen."

Zum Erfolg populistischer Parteien in Europa äußerte er sich kurz. Auf die Menschen wirke Europa vermutlich oft kompliziert: mit Machtzentren in den Einzelstaaten und den verschiedenen EU-Institutionen. Je stärker die Menschen an den politischen Prozessen beteiligt seien, umso besser.

Obama im Gespräch mit Klaus Brinkbäumer, "Spiegel", und Sonia Seymour Mikich, WDR (Englische Fassung)
17.11.2016

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Zuverlässig und ehrlich

Voller Lob war Obama für Kanzlerin Angela Merkel, mit der er in den vergangenen acht Jahren häufig eng kooperierte. Die CDU-Politikerin sei eine herausragende Partnerin, zuverlässig und ehrlich. "Sie steht für große Glaubwürdigkeit, und sie ist bereit für ihre Werte zu kämpfen", sagte Obama. "Ich bin froh, dass sie da ist und die Deutschen sollten sie wertschätzen. Ich schätze sie jedenfalls als Partnerin."

Angesprochen auf seinen dunkelsten Moment nannte er im größeren Kontext die schwere Wirtschaftskrise, die am Beginn seiner Präsidentschaft die USA fest in der Hand hatte. Als "persönlich sehr schwer" blickte er auf den Amoklauf der Grundschule Sandy Hook zurück, bei dem 20 kleine Kinder erschossen wurden. Zwei Tage später habe er die Eltern der ermordeten Schüler getroffen. "Man kann ihren Schmerz kaum in Worte fassen und er wird mich immer verfolgen."

Über dieses Thema berichtete das Erste im "Obama Exklusiv-Interview am 17.11.2016 um 20:10 Uhr.

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