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NSU-Untersuchungsausschuss
Ex-MAD-Chef bedauert Aktenpanne im Fall Mundlos
Der frühere Präsident des Militärischen Abschirmdienstes, Karl-Heinz Brüsselbach, hat sich für die Aktenpanne im Fall der rechtsextremen Terrorzelle NSU entschuldigt. Brüsselbach sagte im NSU-Untersuchungsausschuss des Bundestages, er habe bereits im vergangenen März erfahren, dass der MAD schon Mitte der 90er Jahre Kontakt zu dem späteren NSU-Terroristen Uwe Mundlos hatte. Er habe das Verteidigungsministerium darüber informiert, nicht aber den Untersuchungsausschuss. "Das war nicht angemessen", räumte Brüsselbach ein. "Das bedauere ich aus heutiger Sicht."
MAD legte 1995 Akte über Mundlos an
Mundlos war schon während seines Wehrdienstes mit rechter Gesinnung aufgefallen. Der Militär-Nachrichtendienst MAD befragte den damaligen Soldaten deshalb 1995 und legte eine Akte zu ihm an. Diese Information war aber erst im September an die Öffentlichkeit gelangt. Im Untersuchungsausschuss, der seit Jahresbeginn die Verbrechen des Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) aufarbeitet, hatte das für große Empörung gesorgt.
Stand: 29.11.2012 12:09 Uhr
