Martin Schulz | Bildquelle: dpa

Schulz und die SPD Angezählt im Trümmerfeld

Stand: 14.05.2017 23:35 Uhr

Der Triple-Sieg geht an - die CDU. Drei Wahlpleiten in Serie, das Projekt Kanzleramt der SPD wackelt. Viereinhalb Monate vor der Bundestagswahl steht Martin Schulz im Trümmerfeld. War es das jetzt?

Von Wenke Börnsen, tagesschau.de

Die Generalprobe der Generalprobe der Generalprobe ging daneben. Die Generalprobe der Generalprobe ebenfalls. Und nun ist die Generalprobe auch schief gegangen. Drei Landtagswahlen in diesem Jahr, drei Niederlagen - die SPD mit ihrem Kanzlerkandidaten Martin Schulz hat sich das Projekt Kanzleramt anders vorgestellt. Von einer "wirklich krachenden Niederlage" spricht er denn auch in der ARD. Und von einem "schweren Tag auch für mich persönlich." Schulz kommt aus NRW.

Martin Schulz: "Das ist ein schwerer Tag für die SPD und für mich selbst"
tagesschau24 18:30, 14.05.2017

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Der Kandidat selbst hatte die NRW-Wahl als "Testlauf für die Bundestagswahl" bezeichnet, doch nun frohlocken die politischen Gegner. "Die CDU hat die Herzkammer der SPD erobert. Das ist ein toller Tag für die CDU", freut sich Generalsekretär Peter Tauber. Seit 1966 regiert die SPD mit einer kurzen Unterbrechung in NRW, einst holte hier Johannes Rau absolute Mehrheiten. Wer in NRW gewinnt, hat gute Chancen aufs Kanzleramt.

Aufgeben gilt nicht

Kann die Schulz-SPD jetzt einpacken? War es das für den Merkel-Herausforderer? Ist viereinhalb Monate vor der Bundestagswahl alles gelaufen? Unsinn, sagt der SPD-Chef. Seine Partei werde voll in den Bundestagswahlkampf einsteigen, es gehe nun in die "nächste und die entscheidende Runde". Was er nicht sagt, aber jeder weiß: Aufgeben gilt nicht.

Schulz fügt mit Blick auf die Kritik an seiner bislang eher vagen inhaltlichen Positionierung hinzu: "Wir werden unser Profil weiter schärfen. Das müssen wir auch." Die SPD werde die Wähler in den Programmdebatten "mit unseren Vorschlägen konfrontieren".

Personenkult, sonst nichts

Der Programmprozess beginne gleich morgen früh. Er nannte die Bereiche der Wirtschafts-, Renten- und Steuerpolitik. Damit korrigiert Schulz einen Fehler, made by den Strategen im Willy-Brandt-Haus: die inhaltliche Leerstelle. Bis auf Agenda-Korrekturen und mehr Gerechtigkeit kam da nämlich bislang nichts. Zulange sonnte man sich im Personenkult um Schulz. Das neue Gesicht an der Parteispitze pushte die Umfragewerte hoch in Sphären, die viel mit dem Reiz des Neuen, aber mit der Realität nichts zu tun hatten. Und die SPD versäumte es, mit Inhalten nachzulegen. Wofür steht Schulz? 66 Prozent der Befragten im jüngsten DeutschlandTrend zucken hier mit den Achseln. Offensichtlich dachte man im Willy-Brandt-Haus wirklich, die lange Strecke von der Krönungsmesse im März bis zum Programmparteitag Ende Juni allein mit dem Kult um Schulz füllen zu können.

Martin Schulz | Bildquelle: dpa
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Was nun, Martin Schulz?

Dabei war der Schulz-Hype immer irreal, der inflationär bemühte Schulz-Zug gehörte schon seit seiner Jungfernfahrt in den Phrasenhächsler - und jetzt ist die SPD wieder angekommen in der politischen Realität. Die Schulz-SPD ist auch nicht abgestürzt ins Bodenlose: In Umfragen liegt sie bei 27 Prozent, weit mehr als in den Gabriel-Jahren. Dabei ist Schulz nicht einmal 100 Tage SPD-Chef und nach eigener Aussage "kein Zauberer".

Kanzleramt - oder nix

Die Bundestagswahl ist also mitnichten entschieden, Voraussetzung: Die SPD und Schulz schaffen die Trendwende. In den nächsten Wochen wird es daher weniger um Machtfragen, denn um Motivation gehen. Schulz muss verhindern, dass die Dauer-Depressionsanfälligen Genossen abgleiten in alte Verhaltensmuster, er muss seinen wahlkämpfenden Truppen die Siegesgewissheit eintrichtern, die ihnen nach den drei Wahlpleiten leicht abhanden kommen könnte. Kein leichtes Unterfangen.

Kanzleramt oder nix - an seiner eigenen Zuversicht lässt Schulz aber auch am Abend der NRW-Schlappe keinen Zweifel: "Natürlich wird derjenige, der von seiner Partei nominiert wird, für das Amt des Bundeskanzlers anzutreten, nichts anderes tun, als auf Sieg zu spielen, das ist doch völlig klar."

SPD-Fraktionschef Oppermann im Gespräch
tagesthemen 22:55 Uhr, 14.05.2017

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Fraktionschef Thomas Oppermann glaubt am Tiefpunkt an eine Stunde Null: "Martin Schulz hat jetzt die Möglichkeit, einen von Landespolitik unbeschwerten Wahlkampf zu organisieren. Die Wahlkampagne beginnt jetzt." Und in den tagesthemen bekräftigt er: "Wir haben einen hervorragenden Kanzlerkandidaten, der eine hohe Glaubwürdigkeit genießt."

Auch die Union warnt vor verfrühter Siegesgewissheit. Stimmungen könnten sich "fast torpedoartig ändern", weiß CSU-Chef Horst Seehofer. "Deshalb ist das noch längst keine Vorentscheidung für die Bundestagswahl." Die Wegstrecke bis zur Wahl im September sei nämlich noch genau so lange wie seit dem Beginn des Hypes um SPD-Kandidat Schulz bis jetzt.

Berliner Reaktionen auf NRW-Wahl
tagesschau 20:00 Uhr, 14.05.2017, Marion von Haaren, ARD Berlin

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Über dieses Thema berichtete tagesschau24 am 14. Mai 2017 um 18:30 Uhr.

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