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Weniger als einen Monat nach ihrem Amtsantritt ist die schwarz-gelbe Regierung von CDU-Kanzlerin Angela Merkel ins Schlingern geraten. Der überraschende Rücktritt von Bundesarbeitsminister Franz Josef Jung (CDU) sorgte für eine Kabinettsumbildung in Rekordzeit.
Jung wird vorgeworfen, Bundeswehr-Berichte zu einem heftig kritisierten NATO-Luftangriff auf Tanklaster in Afghanistan nicht gelesen oder zurückgehalten zu haben. Nach zunehmendem Druck, auch aus der eigenen Partei, kündigte er seinen Rücktritt an. Kanzlerin Angela Merkel teilte daraufhin mit, ihre Vorschläge für die Neubesetzung des Arbeits- und des Familienressorts habe sie an Bundespräsident Horst Köhler übermittelt.
[Bildunterschrift: Familienministerin von der Leyen wechselt ins Arbeitsministerium. ]
Ursula von der Leyen wechselt vom Familien- ins Arbeitsministerium. Sie freue sich auf ihre neue Aufgabe, sagte von der Leyen in Berlin, auch wenn sie schwierig sei. Die Auswirkungen der Krise auf den Arbeitsmarkt seien "drückend spürbar". Auch stünden wichtige und komplexe Reformen an. "Ich möchte mich dieser Aufgabe mit allem mir möglichen Einsatz stellen", versicherte die CDU-Politikerin.
Die Ernennung der Nachfolge an der Spitze des Familienministeriums sorgte für eine Überraschung: Die hessische CDU-Politikern Kristina Köhler wird im Alter von 32 Jahren jüngste Ministerin in Merkels Kabinett. Die Grünen kritisierten ihre Ernennung scharf: "Merkel hängt am Gängelband von Roland Koch und entscheidet wie die CSU nur nach Landsmannschaft: Einziges Kriterium ist die hessische Herkunft."
SPD-Generalsekretärin Andrea Nahles sagte, nach gerade mal vier Wochen sei die Bundesregierung schon in eine Regierungskrise gestürzt und machte die Kanzlerin verantwortlich: "Das schlechte Krisenmanagement der Kanzlerin hat Franz Josef Jung weiterwurschteln lassen."
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