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Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu kommt heute zu politischen Gesprächen nach Berlin. Nach seiner Ankunft am Nachmittag wird Netanjahu im Schloss Bellevue von Bundespräsident Horst Köhler empfangen. Am Donnerstag steht ein Treffen mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu politischen Gesprächen auf dem Programm.
[Bildunterschrift: Benjamin Netanjahu ]
Ein weiterer Programmpunkt Netanjahus ist ein Besuch der Gedenkstätte im Haus der Wannsee-Konferenz, wo am 20. Januar 1942 führende Vertreter des nationalsozialistischen Regimes über die systematische Ermordung von sechs Millionen europäischen Juden berieten. Der Holocaust hatte hier seinen Ausgangspunkt.
Im Axel-Springer-Haus sollen Netanjahu am Donnerstag zudem Originalpläne des Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz für die Gedenkstätte Jad Vashem in Jerusalem übergeben werden. Nach Angaben des Verlags handelt es sich bei den Dokumenten um die einzigen Originale dieser Art, die bislang in Deutschland entdeckt wurden.
Zum Auftakt seiner viertägigen Europareise traf Netanjahu gestern mit dem britischen Premierminister Gordon Brown zusammen. Brown bekräftigte dabei Forderungen zum Stopp des israelischen Siedlungsbaus im Westjordanland. Nach einem einstündigen Treffen sagte er, die Siedlungen seien ein Hindernis auf dem Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung. Ein Stopp brächte Israel seinem Ziel, normale Beziehungen zur arabischen Welt zu haben, näher.
Netanjahu wies die Forderungen, die Bauaktivitäten im Osten Jerusalems zu beenden, zurück. Israel werde keine Begrenzung seiner Souveränität akzeptieren. Jerusalem sei "keine Siedlung". Er rief die Palästinenser erneut auf, Israel als Staat anzuerkennen. Er wolle, dass Friedensgespräche den Konflikt nicht nur lösten, sondern beendeten. Netanjahu hatte am Sonntag angekündigt, dass er nach der UN-Generalversammlung Mitte September die Friedensgespräche mit den Palästinensern wieder aufnehmen möchte. Heute vormittag trifft er in London den US-Nahost-Beauftragten George Mitchell.
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