Rückkehrer in Mossul | Bildquelle: dpa

Entwicklungsminister im Irak Wiederaufbau und Rückkehrhilfen

Stand: 21.04.2018 05:01 Uhr

Entwicklungsminister Müller reist heute in den Irak. Neben Hilfe zum Wiederaufbau geht es ihm auch darum, Flüchtlinge in Deutschland zur freiwilligen Rückkehr in die Heimat zu bewegen.

Von Nina Barth, ARD-Hauptstadtstudio

Der Irak könnte vor einem Wendepunkt stehen. Viele Herausforderungen stehen an, die gravierende Auswirkungen für das arabische Land haben können: Im kommenden Monat ist Parlamentswahl, die Terrormiliz IS gilt erst seit gut vier Monaten als besiegt, der Irak befindet sich im Wiederaufbau.

Allein in die Region Mossul sind inzwischen rund 700.000 Vertriebene zurückgekehrt. Vor diesem Hintergrund will sich Entwicklungsminister Gerd Müller vor Ort ein Bild der Lage machen. "Wir sind jetzt in der Phase, dass diese Binnenvertriebenen wieder zurückkehren können in die zerstörten Städte", sagt Müller. "Und unsere Aufgabe ist es, die Regierung zu unterstützen beim Wiederaufbau."

Gerd Müller | Bildquelle: dpa
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Entwicklungsminister Müller will im Irak ein Beratungszentrum für zurückgekehrte Flüchtlinge eröffnen.

Geld und Know-how

Dabei geht es um viel Geld, aber auch um Know-how. So wird die Bundeswehr künftig die irakische Armee ausbilden und beraten. Auf der internationalen Wiederaufbau-Konferenz hat die Bundesregierung dem Irak 350 Millionen Euro für die kommenden Jahre zugesagt, 200 Millionen kommen aus dem Entwicklungsministerium. Geld zum Beispiel für den Wiederaufbau von Krankenhäusern oder Schulen.

Schon länger geplant ist auch im Irak ein Migrationsberatungszentrum im Rahmen des Rückkehrerprogramms "Perspektive Heimat". Müller wird dieses Beratungszentrum im Norden des Landes nun eröffnen. Es soll mehrere Aufgaben erfüllen, so der Minister: "Der Irak braucht Unterstützung beim Management dieser großen Flüchtlingsbewegungen im Land selber. Die Jugend sucht Ausbildung und Schule. Hier unterstützt unser Beratungszentrum die irakischen Behörden."

Entwicklungsminister Müller besucht Irak
tagesschau24 12:00 Uhr, 21.04.2018, Volker Schwenck, ARD Berlin

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"Perspektivisches Angebot"

Es geht aber auch darum, irakischen Flüchtlingen die Rückkehr in ihre Heimat schmackhaft zu machen - oder wie Müller es formuliert, die Rückkehr aus Deutschland zu ermöglichen. "Hier bieten wir ein Programm 'Rückkehr Heimat' an."

Nicht die Abführung oder Abschiebung mit Handschellen, sondern ein perspektivisches Angebot für irakische Flüchtlinge in Deutschland sei Ziel dieses Programms. "Menschen, die sagen: 'Ich hab‘ hier keine Perspektive, ich gehe zurück, ich baue mein Land wieder auf', die bekommen von uns Ausbildungsprogramme und Beschäftigungsmöglichkeiten."

"Signal für die Menschen vor Ort"

Es ist die erste Auslandsreise Müllers nach seiner erneuten Ernennung zum Entwicklungsminister. Davon soll auch ein Signal ausgehen, sagt er. "Es war mir wichtig, zum Auftakt dahin zu gehen, wo ich vor vier Jahren auch begonnen habe - nämlich in den Irak, in die Flüchtlingscamps. Denn dort ist das Leid, die Not am größten und die Hoffnung auf Deutschland am wichtigsten und am größten."

Welthungerhilfe und deutsche Organisationen hätten Großartiges bewegt, so Müller. "Und ich möchte den Menschen vor Ort das Signal geben, 'wir haben Euch nicht vergessen"." Gerade in einer Zeit, in der für das Land so viele Herausforderungen anstehen.

Entwicklungsminister Müller reist in den Irak
Nina Barth, ARD Berlin
20.04.2018 17:57 Uhr

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Über dieses Thema berichtete MDR aktuell Radio am 21. April 2018 um 05:38 Uhr.

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