Mit Kerzen und Blumen wird in Freiburg an die getötete Studentin Maria erinnert. | Bildquelle: dpa

Mordfall in Freiburg Freiburger Verdächtiger vorbestraft?

Stand: 14.12.2016 12:08 Uhr

Im Fall der ermordeten Studentin aus Freiburg gibt es neue Hinweise: Eine griechische Anwältin erkannte den Tatverdächtigen. Er soll bereits auf Korfu eine junge Frau schwer verletzt haben und älter sein als bislang gedacht.

Bei den Ermittlungen zum Mord an einer Studentin in Freiburg gibt es offenbar neue Erkenntnisse über den Tatverdächtigen. Eine griechische Anwältin hat den inhaftierten Hussein K. wiedererkannt. "Ja, das ist der junge Mann, den ich 2013 verteidigt habe", sagte die Rechtsanwältin Maria-Eleni Nikopoulou der dpa. "Ich habe keine Zweifel."

Die "Bild"-Zeitung hatte bereits über den möglichen Zusammenhang der Tat in Freiburg mit einem Gewaltverbrechen an einer jungen Frau in Griechenland vor drei Jahren berichtet.

Neue Ergebnisse bei Ermittlungen in Freiburg
tagesschau 17:00 Uhr, 14.12.2016, Julia Henninger, SWR

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Hussein K. war verurteilt

Die Polizei hatte zuvor erklärt, sie prüfe Hinweise, wonach der im Freiburger Mordfall verdächtige Flüchtling die Tat auf der Insel Korfu begangen haben soll.

Wie die griechische Anwältin Nikopoulou der dpa weiter sagte, wurde der Angeklagte 2014 zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt. Nach etwa eineinhalb Jahren sei er nach einem Beschluss der Justiz unter Auflagen freigelassen worden.

Hakenkreuz-Tattoo

Wie Medien berichten soll unter zahlreichen Tattoos auf dem Körper von Hussein K. auch ein Hakenkreuz sein. Anwältin Nikopoulou sagte jetzt, dass sie die Tattoos bislang nicht gesehen habe. Auch wie ihr früherer Mandant nach Deutschland gekommen sei, wisse sie nicht. Der aus Afghanistan stammende Flüchtling war als unbegleiteter Minderjähriger im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen.

Tatsächliches Alter bislang unklar

Über das tatsächliche Alter von Hussein K. herrscht weiter Unklarheit: Dem "Stern" zufolge hatte sich der Flüchtling, der nach bisherigen Erkenntnissen 17 Jahre alt sein soll, bereits 2013 in Griechenland als 17-Jähriger ausgegeben. Die Staatsanwaltschaft Freiburg stützt sich bei der Altersangabe bislang auf Papiere, die Hussein K. bei sich hatte. Mittlerweile sei eine medizinische Untersuchung zur Altersbestimmung in Auftrag gegeben worden, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde.

Über dieses Thema berichteten Inforadio am 14. Dezember 2016 um 10:43 Uhr und die tagesschau um 17:00 Uhr.

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