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29.05.2012

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Inland
Wolken blockieren Sicht auf Mondfinsternis
Enttäuschung in Deutschland

Wolken blockieren Sicht auf den "Blutmond"

Die totale Mondfinsternis hat sich in den meisten Teilen Deutschlands hinter Wolken abgespielt. Lediglich im Südenwesten Deutschlands und in Teilen Bayerns gab es immer wieder Wolkenlücken, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach berichtete. Vielerorts sei der Himmel aber komplett zugezogen gewesen.

Mondfinsternis in Heinsberg (Foto: Jürgen Schiffmann) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Bei Facebook baten wir User, uns ihre Bilder der Mondfinsternis zuzuschicken. Dieses Bild machte Jürgen Schiffmann bei Aachen um 23:38 Uhr.]
Mondfinsternis in Heinsberg (Foto: Uwe Lepski) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Uwe Lepski schickte uns eine Aufnahme aus Kempen am Niederrhein von 23:23 Uhr zu. Das Bild entstand freihändig mit einem 40-mm-Teleskop.]
 

Die längste Mondfinsternis seit mehr als zehn Jahren hatte gegen 20.30 Uhr begonnen, als der Erdschatten den Vollmond anknabberte. Zu dieser Zeit war der Erdtrabant über Deutschland noch gar nicht aufgegangen. Hierzulande stieg der Mond erst gegen 21.30 Uhr bereits völlig verfinstert über den Südosthorizont. Bis zum Ende der totalen Phase gegen 23.00 Uhr kletterte der Erdtrabant je nach Beobachtungsort nur 10 bis 15 Grad über den Horizont - oft zu wenig, um Wolkenlücken zu erreichen.

Mondfinsternis Ludwigshafen (Foto: Tobias Nagels) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Gegen 22:50 Uhr schoss Tobias Nagels in Ludwigshafen am Rhein dieses Foto. ]

"Blutmond" in anderen Ländern zu sehen

Beobachter außerhalb Deutschlands hatten mehr Glück: Live-Übertragungen des kosmischen Schattenspiels aus Israel und den Vereinigten Arabischen Emiraten zeigten einen dunkelrot schimmernden "Blutmond". Die Färbung stammt von rötlichem Licht, das von der Erdatmosphäre in den Schattenkegel gelenkt wird. Der genaue Farbton des verfinsterten Mondes hängt von verschiedenen Faktoren wie dem Asche- und Staubgehalt der Erdatmosphäre ab und kann von Finsternis zu Finsternis variieren.

Mondfinsternis über Moskau Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Mondfinsternis über Moskau: Hier bot sich ein schönes Naturschauspiel.]
Mondfinsternis (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Auf dem Großen Feldberg im Taunus war der Erdtrabant wegen dichter Wolken nur kurz zu sehen.]
 

Die sogenannte totale Phase der Finsternis dauerte diesmal besonders lang, weil der Vollmond fast genau mittig durch den Erdschatten gewandert war. Einen Logenplatz für das Spektakel hatte die NASA-Mondsonde "Lunar Reconnaissance Orbiter" (LRO): Sie kreist in nur rund 50 Kilometern Höhe über dem Erdtrabanten und sollte messen, wie stark sich die Mondoberfläche während der Finsternis abkühlt, wenn das Sonnenlicht von der Erde abgeschattet wird.

Nächste totale Mondfinsternis erst 2015

Die nächste Chance auf eine totale Mondfinsternis gibt es in Deutschland erst wieder 2015. Zwar kommt es am 10. Dezember 2011 erneut zu einer totalen Finsternis, über Deutschland geht der Mond dann jedoch erst nach dem Ende der totalen Phase auf.

Stand: 16.06.2011 02:48 Uhr
 

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