partielle Mondfinsternis (Archivbild) | Bildquelle: dpa

Partielle Mondfinsternis Ein angeknabberter Himmelskörper

Stand: 07.08.2017 15:25 Uhr

Mit dem Aufgang des Mondes kann heute ein Himmelsspektakel beobachtet werden: die partielle Mondfinsternis. Doch das Naturereignis ist nicht in allen Regionen Deutschlands gut sichtbar.

Ein wolkenloser Himmel ist die beste Voraussetzung für einen guten Blick auf die partielle Mondfinsternis. "Die Chancen sind eigentlich ganz gut", sagte Adrian Leyser, Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Wolkenlos wird es heute Abend voraussichtlich im Osten Deutschlands sein, so der DWD.

Weniger gute Aussichten auf die Finsternis werden dagegen im bewölkten Norden und Westen erwartet.

Der Osten ist im Vorteil

Bei einer partiellen Mondfinsternis stehen Sonne, Erde und Mond etwa in einer Reihe. Bei dieser Konstellation fällt der Schatten der Erde auf den Mond und verdunkelt ihn teilweise. Der Mond wirkt dabei fast so, als wäre er angeknabbert.

Nicht nur ein wolkenloser Himmel, auch ein früher Einbruch der Dunkelheit und ein frühzeitiger Mondaufgang begünstigen eine gute Sicht auf die Finsternis. Auch hier sind Mondbeobachter im Osten im Vorteil. Denn während beispielsweise in Görlitz der Mond um 20.26 Uhr aufgeht (Sonnenuntergang 20:36 Uhr), geht er in Aachen erst um 21.02 Uhr (Sonnenuntergang 21.11 Uhr) auf.

Obwohl die partielle Finsternis schon am frühen Abend beginnt (19:22 Uhr), ist von Deutschland aus nur der zweite Teil der Finsternis erkennbar. Der Grund dafür ist, dass der Mond erst nach Mitte der Finsternis aufgeht. Die partielle Mondfinsternis ist in Deutschland voraussichtlich bis 21.19 Uhr sichtbar. Die nächste totale Mondfinsternis wird 2018 erwartet.

Über dieses Thema berichtete am 07. August 2017 Deutschlandfunk um 16:35 Uhr und die tagesthemen berichteten um 23:00 Uhr darüber.

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