Patient und Pflegerin | Bildquelle: dpa

Mindestlohn steigt Mehr Gehalt für Pflegekräfte

Stand: 19.07.2017 11:40 Uhr

Pflegekräfte verdienen in der Regel vergleichsweise wenig - diese Erkenntnis hat sich auch in der Politik durchgesetzt. Das Kabinett hat nun eine Erhöhung des Mindestlohns beschlossen. Sie betrifft aber nicht Beschäftigte in Privathaushalten.

Der Mindestlohn für Pflegekräfte steigt bis Anfang 2020 in mehreren Schritten auf 11,35 Euro pro Stunde im Westen und 10,85 Euro im Osten. Eine entsprechende Verordnung von Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles passierte das Bundeskabinett in Berlin.

Derzeit beträgt der Mindestlohn-Satz für Pflegekräfte 10,20 Euro in Westdeutschland und 9,50 Euro im Osten. Zum 1. Januar 2018 soll er auf 10,55 Euro (Westen) beziehungsweise 10,05 Euro (Osten) steigen.

Eine Pflegekraft hilft einer alten Frau beim Trinken aus einem Becher in einem Seniorenheim. | Bildquelle: dpa
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Geringer Lohn, hoher Zeitdruck - die Klagen über die Zustände in der Pflege sind lang.

In Privathaushalten gilt ein niedrigerer Satz

Die Lohnuntergrenze in der Pflege betrifft rund 908.000 Beschäftigte. Wenn Privathaushalte als Arbeitgeber fungieren, gilt der Pflege-Mindestlohn nicht, sondern der allgemeine gesetzliche Mindestlohn von deutschlandweit derzeit 8,84 pro Stunde.

Die niedrigen Löhne im Pflegebereich stehen seit Langem in der Kritik und werden auch für den Mangel an Pflegekräften mitverantwortlich gemacht. Die Bundesagentur für Arbeit hatte für 2016 einen dramatischen Mangel an examinierten Altenpflegern festgestellt.

Mindestlohn für Pflegekräfte steigt
Mathias Zahn, ARD Berlin
19.07.2017 13:27 Uhr

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Über dieses Thema berichtete Inforadio am 19. Juli 2017 um 09:00 Uhr.

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