Seitenueberschrift
Bundesamt warnt vor Sicherheitslücke
Internet-Explorer-User sollen nachrüsten oder umstellen
Das Bonner Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt Internetnutzer vor einer bisher unbekannten Schwachstelle im Browser Microsoft Internet Explorer. Den Betroffenen wird empfohlen, vorübergehend auf einen alternativen Browser umzusteigen. Wie Microsoft inzwischen mitteilte, sind die Internet Explorer 6 bis 9 unter allen Windows-Versionen betroffen.
Die Schwachstelle werde bereits zu gezielten Angriffen ausgenutzt, teilte das Amt mit. Zudem sei der Angriffscode auch frei im Internet verfügbar, sodass mit einer breitflächigen Ausnutzung rasch zu rechnen sei. Um die Schwachstelle auszunutzen, reiche es aus, den Internetnutzer auf eine präparierte Webseite zu locken. Beim Anzeigen dieser Webseite könnten dann Schadprogramme auf betroffenen Systemen ausgeführt werden. Das Amt steht eigenen Angaben zufolge mit Microsoft in Verbindung, um die Sicherheitslücke zu schließen.
Sicherheitslücken des Internet Explorer entdeckt
tagesschau 20:00 Uhr, 18.09.2012, Svea Eckert, NDR
Microsoft empfiehlt Sicherheitsupdate
Microsoft seinerseits rief die Nutzer des Internet Explorers dazu auf, umgehend eine Sicherheitssoftware für das Programm zu installieren. Diese sei laut Microsoft aber nur eine Übergangslösung. So könne Zeit gewonnen werden - bis zur Beseitigung des Problems beziehungsweise bis zur Einführung einer neuen Version des Internet Explorers.
Das Sicherheitsprogramm mit dem Namen "Enhanced Mitigation Experience Toolkit", oder kurz "EMET", steht auf der Microsoft-Internetseite zum Download zur Verfügung. Den direkten Link dazu finden Sie hier.
Stand: 18.09.2012 15:22 Uhr
