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[Bildunterschrift: Gibt seinen Eintritt in die CDU bekannt: Der frühere Grünen-Politiker Metzger. ]
Der angekündigte Parteieintritt des früheren Grünen-Politikers Oswald Metzger in die CDU stößt dort offenbar auf starke Widerstände. "Ich gehe von einer Ablehnung seines Antrags im Kreisvorstand aus", sagte der Biberacher CDU-Bundestagsabgeordnete Franz Romer. Metzger hatte seinen Antrag auf Mitgliedschaft beim CDU-Kreisverband in der baden-württembergischen Stadt eingereicht. Er will dort 2009 als CDU-Kandidat bei der Bundestagswahl antreten und könnte somit Romer beerben, der aus Altersgründen nicht wieder kandidiert.
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[Bildunterschrift: Geht davon aus, dass Metzger am Kreisvorstand scheitert: Der Biberacher Bundestagsabgeordnete Romer ]
Romer geht nicht davon aus, dass ihm dies gelingen wird, selbst wenn er in die Partei aufgenommen werden sollte. "Es gibt schon Bewerber für die Nachfolge. Auch Oswald Metzger könnte sich bewerben - aber ich glaube nicht, dass er eine Chance hätte", sagte Romer der "Schwäbischen Zeitung". "Oswald Metzger war schon bei der SPD und bei den Grünen, er will sich nur selbst darstellen. Aufgrund seiner Vergangenheit ist er bei uns nicht willkommen."
Nach Angaben der Landes- und der Kreis-CDU gibt es keine Absprache über eine Bundestagskandidatur. "Es gibt keine Versprechungen und auch keine Beitrittsgeschenke", sagte der Generalsekretär der Südwest-CDU, Thomas Strobl. Metzger selbst kündigte an, sich aus der Berufspolitik zurückzuziehen, sollte die Biberacher CDU ihn nicht nominieren. "Mein politisches Schicksal liegt in der Hand der Mitglieder", so Metzger.
[Bildunterschrift: Kommentiert Metzgers "Brautschau" ironisch: Grünen-Fraktionschefin Künast ]
Die Partei- und Fraktionsspitzen der Grünen reagierten kühl auf den geplanten Eintritt Metzgers in die CDU. "Reisende soll man nicht aufhalten", sagte Parteichefin Claudia Roth. Fraktionschefin Renate Künast meinte ironisch: "Nach Monaten des Mitfieberns und Zitterns bei der Brautschau weiß die Republik endlich Bescheid: Oswald Metzger hat sich entschieden!"
Bei Bündnis 90/Die Grünen war Metzger im November 2007 nach gut 20-jähriger Mitgliedschaft ausgetreten. Als Hauptgrund gab er an, dass er deren Kurs vor allem in der Wirtschafts- und Sozialpolitik nicht mehr mittragen könne. Der aus Bad Schussenried im Kreis Biberach stammende Politiker saß von 1998 bis 2002 für die Grünen im Bundestag und seit 2006 im Landtag. Anfang Februar legte der 53-Jährige sein Landtagsmandat nieder.
Metzger hatte bis zuletzt offen gelassen, ob er der CDU oder der FDP beitritt. Die SPD, der Metzger vor über zwei Jahrzehnten für einige Zeit angehört hatte, hatte er als neue politische Heimat ausgeschlossen. Auf die Frage, warum er nun die Union gewählt habe, sagte Metzger jetzt in einem Interview des Deutschlandfunks, für ihn sei ausschlaggebend gewesen, dass die CDU eine Volkspartei sei. Den kleineren Parteien warf er vor, dem Egosimus zu frönen und sich zu sehr nach ihrer eigenen Klientel zu richten.
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